Wie ein Watson-Dino Kindern beim Lernen helfen soll

By | 20. Februar 2015

Der Dino aus der CogniToys-Serie von Elemental PathÜber IBM Watson habe ich hier schon des öfteren berichtet. Ob das die Hotelsuchmaschine myhofi betrifft oder über die innovativen Lehrmethoden an der TU Darmstadt oder Watson als Krebsvorsorge-Werkzeug – stets geht und ging es um das spannende Thema „Cognitive Computing“, also der Supercomputer als Wissensspeicher und -vermittler. Und genau das ist Watson ja.

Damit Watson weiter an Bedeutung und Reichweite gewinnt, hatte IBM vor gut einem Jahr zur Watson Mobile App Developer Challenge aufgerufen, die unter dem Motto „Schaffe deine eigene Watson-App“ stand. Daran teilgenommen hat neben anderen zahlreichen Firmen und Entwicklern auch das kleine Unternehmen Elemental Path, das seine ganz eigene mobile Idee verfolgt.

Denn mit  CogniToys will die Entwicklerschmiede eine neue Generation Kinderspielzeug entwickeln, mit dem bekannte, interaktive Spielkonzepte über den Haufen geworfen werden. Und das kam so gut an, dass Elemental Path zu den Gewinnern zählte – und IBM der Entwicklerfirma zur Belohnung einen exklusiven Zugang zu Watson gewährt.

Sprechendes und lernendes Spielzeug – dank IBM und Watson

Im Fokus von CogniToys stehen zwei wesentliche Komponenten: Das Spielzeug und ein Cloud-Computer, in diesem Fall IBM Watson. Beide sind miteinander verbunden, sodass der Dino, der aktuell als Spielzeug zur Verfügung steht, permanent und interaktiv mit Daten versorgt werden kann, die für die Interaktion mit seinem Spielgefährten erforderlich sind.

So kann das Kind seinem Dino einfache und schwierigere Fragen stellen, kann aber auch kleine oder größere Aufgaben vom Dino gestellt bekommen. Das beginnt bei simplen Additionen und endet bei nicht so trivialen Fragen, wie schnell sich Licht bewegt oder wie weit der Mond von der Erde entfernt ist.

Dabei macht Watson, der im Hintergrund die Fragen und Antworten in Echtzeit verarbeitet, seinem Namen alle Ehre: So lernt er anhand des Gesagten und weiß nach einer gewissen Zeit, auf welchem Wissensstand das Kind ist oder für welche Themen es sich besonders interessiert. Das klingt nach echtem „Cognitive Computing“, wie IBM die Technik rund um Watson offiziell bezeichnet.

Mit Kickstarter will Elemental Path neue Spielmöglichkeiten schaffen

Toll an CogniToys ist auch die Tatsache, dass Element Path die Finanzierung mithilfe der „Crowd“ vornimmt, indem sie auf Kickstarter das Projekt veröffentlicht hat und dort auf Basis verschiedener Beteiligungsmöglichkeiten das notwendige Geld für ihre Dinos einsammeln. Und das funktionieret offenkundig so gut, dass bereits 26 Tage vor Ablauf der Frist bereits über 1.200 Leute Geld gegeben haben, sodass aktuell eine Summe von knapp 145.000 US-Dollar zusammen gekommen ist. Damit steht den sprechenden und interagierenden Dinos nichts mehr im Weg.

Und wer es lieber in Bewegtbildern mag, für den habe ich dieses anschauliche Video aufgetan. Viel Spaß beim Anschauen!

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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