#WhatsUpIBM in Sachen Prozessor-Fertigungstechnik? Dr. Maier hat die Antworten

By | 12. Mai 2016

Wie ich im Beitrag zur Münchner Ausgabe von #WhatsUpIBM versprochen habe, gibt es an dieser Stelle weitere Informationen zum Interview mit Dr. Wolfgang Maier, der bei IBM Böblingen das Hardware-Entwicklungsteam leitet, das sich für zahlreiche Produkte und Technologien aus dem Hause IBM verantwortlich zeichnet.

POWER-Prozessoren werden noch kleiner und stromsparender

Dazu gehören vor allem die Power-Prozessoren, die derzeit mit Transistoren bestückt sind, die mithilfe der 22-Nanometer-Technik produziert werden. Damit IBM künftig noch leistungsstärkere und vor allem stromsparendere CPUs für die POWER-Server und Mainframe-Maschinen wie die IBM z13 bauen kann, sind weitere Anstrengungen bei der Reduzierung der Transistorstrukturen vonnöten. So wird die nächste Generation der IBM-Prozessoren auf der 14-Nanometer-Technik beruhen, die gemeinsam mit dem Technologiepartner Globalfoundries produziert werden sollen.

Dort IBM wäre nicht IBM, wenn man im Labor nicht bereits am Nachfolger des künftigen Prozessorstandards arbeiten würde. Die Rede ist von Strukturbreiten, die bei 7 Nanometer liegen, was die Prozessorfläche im Vergleich zu künftigen 14-nm-Produkten weiter reduzieren wird. Das gilt natürlich auch für die Stromaufnahme, die mit jedem Technologiesprung weiter abnimmt.

Die 7 Nanometer-Technik erfordert besondere Anstrengungen im Labor

Allerdings, und das geht ganz klar aus dem Gespräch mit Dr. Maier hervor, sind noch diverse Anstrengungen erforderlich, bis erste Designs der 7-nm-Prozessoren das Licht der Welt erblicken. Das hat unter anderem mit dem Lithografieprozess zu tun, mit dessen Hilfe die Strukturen und der physikalische Aufbau eines Prozessors bestimmt wird. Für die 7-nm-CPUs ist aufgrund der winzigen Strukturen extremes ultraviolettes Licht erforderlich, für das sehr beständige und kontrolliert brennende Belichtungsquellen notwendig sind. Das ist für eine stabile Fertigungsumgebung unerlässlich.

IBM, Globalfoundries und die Uni von Albany zeigen erste 7-nm-Chips

Nichtsdestotrotz, und das war für Dr. Maier im Videochat ein ganz wichtiger Punkt, ist neben Globalfoundries auch IBM nach wie vor an der Entwicklung dieser neuen Prozessoren beteiligt. Hierfür gibt spezielle Forschungslabore wie das der US-Universität von Albany, in dem seit vielen Jahren auf das Projekt „7 Nanometer“ emsig hingearbeitet wird. So haben IBM und Globalfoundries gemeinsam mit der Halbleiter-Forschungsabteilung von Albany erste Erfolge bei der Erstellung von 7-nm-Chips vorzuweisen.

Stößt die Prozessortechnik an die Grenzen des Mooreschen Gesetzes?

Klar, dass sich bei solch einem komplexen Thema die Frage stellt, ob selbst IBM in Zeiten von 14 und 7 Nanometer Strukturbreiten an die Grenzen des Mooreschen Gesetzes stößt. Auch hierfür hat Dr. Maier die passende Antwort parat. Aber die sollten Sie sich am besten selber anhören.

Na dann: Film ab!

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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