#WhatsUpIBM in Hamburg: Highlights eines IBM Roadshow-IT-Events [Upd]

By | 4. Oktober 2016

Update: Der zweite Teil der #WhatsUpHamburg-Rückschau ist online.

Es sollte sich bereits herumgesprochen haben: Ich begleite auf diesem Blog die IT-Roadshow #WhatsUpIBM, und letzte Woche stand die Nordlichtausgabe in Hamburg an, auf der ich wieder fleißig getwittert und drei Videointerviews geführt habe. Daher folgt an dieser Stelle ein „Best of“ des eintägigen Events, das hoch über den Dächern von Deutschlands zweitschönster Stadt stattfand.

Los ging’s wie immer mit dem sehr aufschlussreichen Vortrag von Dr. Maier, der Antworten auf die Frage „Quo vadis, IT?“ zu finden suchte. Und sie natürlich fand, zum Beispiel mithilfe der folgenden Grafik, die zahlreiche Schlagworte in sich vereint, denen man beim Thema „Digitale Transformation“ begegnet.

Interessant an den Vorträgen von #WhatsUpIBM ist übrigens die Interaktivität, die mithilfe einer App erzeugt wird. So werden die Teilnehmer in regelmäßigen Abständen dazu aufgefordert, ihre Meinung zu einem Aspekt der aktuellen Diskussion kundzutun. In diesem Fall ging es um die Frage, welche Techniken das Geschäftsleben in den nächsten drei bis fünf Jahre maßgeblich beeinflussen werden. Das Ergebnis war jetzt nicht so überraschend.

Interessant an Dr. Maiers Ausführungen war unter anderem der Hinweis, dass Moore’s Law zunehmend an seine Grenzen stößt und damit Prozessorhersteller wie IBM darüber nachdenken müssen, wie zusätzliche Rechenleistung garantiert werden kann, wenn die Zahl der Transistoren eines Tages nicht mehr größer wird. Zu diesem Thema hatte ich während #WhatsUpIBM Stuttgart ein sehr aufschlussreiches Video mit Birgit Schwarz vom Böblinger IBM-Forschungslabor geführt.

Die nächste Folie, die ich per Twitter in die Welt gepostet habe, habe ich schon das ein oder andere Mal veröffentlicht, allerdings ist mir dabei eine bestimmte Zahl nicht in ihrer ganzen Tragweite bewusst geworden. Dabei handelt es sich um die Tatsache, dass bereits im nächsten Jahr (also 2017) die Speicherkapazität aller weltweit im Einsatz befindlichen Smartphones die der installierten Server übersteigen wird. Krasse Zahl!

So richtig in seinem Elemente ist Dr. Maier immer dann, wenn es um neue, noch nicht so bekannte Wege der IT-Technik geht. Das ist während seines Vortrags „Quo vadis, IT?“ immer dann der Fall, wenn von der nächsten Prozessorarchitektur die Rede ist, an der IBM schon eines ganz Weile arbeitet. Es handelt sich dabei genauer gesagt um „TrueNorth“, die einen ganz neuen Ansatz als die aktuelle Prozessorarchitektur verfolgt, die auf der Von-Neumann-Architektur beruhen.

Die zugehörige Prozessorfamilie „DARPA SyNAPSE“ orientiert sich bei ihrer Arbeitsweise am menschlichen Gehirn und soll sehr viel energieeffizienter arbeiten und gleichzeitig für bestimmte Aufgaben wie Mustererkennung sehr viel leistungsfähiger sein als aktuelle Prozessoren. Dazu habe ich im Anschluss an #WhatsUpHamburg ein sehr interessantes Interview mit Dr. Thilo Maurer geführt, der in die Entwicklungsarbeiten von TrueNorth maßgeblich involviert ist.

Auf Dr. Maier folgte dann Annika Blank, die an Ulis Walter Stelle den Vortrag zum Thema „Hybride Cloud-Infrastrukturen gehalten hat.

Dabei warf auch sie einen Blick auf die zunehmende Digitalisierung ganzer Branchen und stellte die Frage, was das mit hybriden Cloud-Installationen zu tun hat. Und was man beim Umstieg von der klassischen EDV zur Cloud-IT berücksichtigen sollte, war ihr ebenfalls eine Folie wert.

Interssant war dann auch noch die Erkenntnis, dass Cloud-Dienste immer dynamischer und skalierbarer werden, und das mithilfe dedizierte APIs, die es ermöglichen, benötigte Cloud-Services genauso schnell wieder abzubuchen, wie man sie dazu gebucht hat. Dies ermöglicht beispielsweise IBM mit seinem Cloud-Dienst SoftLayer.

Wer von diesem neuen Ansätzen auf jeden Fall profitieren wird, sind die Betreiber von Rechenzentren, die mithilfe einzelner Cloud-Services ihr Data Center auf ein ganz neues Niveau hieven können.

Nach Annika Blank betrat Carsten Dieterle die Bühne, der sich wieder zu seinem Lieblingsthema „SAP HANA non IBM POWER“ austoben durfte. Zwei seiner Folie fand ich besonders bemerkenswert: Folie #1 zeigt sehr detailliert die Unterschiede einer SAP HANA-Installation auf einem POWER- und einem Intel-Prozessor-basierten System. Und Folie #2 kündigt einen neuen Kunden an, der seit kurzem auf SAP HANA on IBM POWER umgestiegen ist. Er wurde zwar nicht namentlich genannt, ist aber in der Automobilindustrie beheimatet und nutzt SAP HANA innerhalb seiner privaten Cloud-Infrastruktur.

Ein weiterer großer Schwerpunkt während #WhatsUpIBM Hamburg war dann noch das Thema Storage, zu dem Stefan Lein von IBM eine ganze Menge zu sagen hatte. Aber diese Infos gibt es im morgigen zweiten Teil.

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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