#WhatsUpIBM in Berlin: (m)ein ganz persönlicher Rückblick

By | 1. Juli 2016

Es ist zwar schon wieder ein Weilchen her, aber ich war zwischendurch in Kopenhagen, und so folgt an dieser Stelle erst heute mein Rückblick in Sachen #WhatsUpIBM Berlin.

Zunächst einmal bleibt festzuhalten, dass mein ganz persönliches Highlight das sehr interessante Gespräch mit Ex-Schiedsrichter Urs Meier war, mit dem ich mich vor seinem Vortrag zum Thema „Entscheidungen“ eine ganze Weile über die Frage „Videobeweis: Ja oder nein“ austauschen durfte. Das war ein Gespräch auf Augenhöhe, was auch daran lag, dass Urs Meier weder überkandidelt noch abgehoben noch sonst etwas ist, was man vielleicht von einer Person seines Bekanntheitsgrads erwarten könnte. Später haben wir dann noch ein Videogespräch aufgezeichnet, das die Tage noch online geht.

Ansonsten fand die Berliner Ausgabe von #WhatsUpIBM in der Capitol Yard Golf Lounge direkt an der Spree statt, eine angemessen Location also für ein Event wie die IBM Systems-Roadshow.

Bevor es so richtig los ging mit vielerlei Informationen aus dem Systems-Universum von IBM, hatte Petra Walz, die Initiatorin und „Mutter“ von #WhatsUpIBM, ein interessantes Gewinnspiel anzukündigen. So sollten diejenigen Teilnehmer, die am aktivsten in den Sozialen Medien über das Event posten, eine persönliche Kopie eines Flic-Buttons bekommen. Diese kleinen Knöpfe werden gerade als das nächste große Hype-Ding gehandelt, entsprechend groß war das „Hallo“ auf diese Ankündigung.

Dann aber startete #WhatsUpBerlin doch, und als erster stellte Dr. Wolfgang Maier vom Böblinger IBM-Labor die Frage: „Quo vadis, IT?“. Nun, eine der Richtungen, und da waren sich alle Teilnehmer einig, wird das Thema Internet of Things mit all seinen Varianten sein.

Die Rede war aber auch vom IBM Research Global Technology Outlook, den IBM jede Jahr dafür nutzt, die heißesten Trends und Techniken zu eruieren und daraus abzuleiten, was das für die maßgeblichen Branchen innerhalb der nächsten drei bis zehn Jahre bedeuten könnte.

Eine der aktuellen Erkenntnisse des GTO lautet: „Nutzt eure Daten besser!“. Denn Untersuchungen zeigen, dass etwa 90 Prozent aller Daten, die in den letzten zehn Jahren entstanden sind, weder aufgezeichnet noch analysiert wurden. Was auch zum großen Teil daran liegt, dass es sich im großen Stil um äußerst flüchtige Daten handelt, die beispielsweise im Bereich Internet of Things (Sensordaten, etc.) anfallen.

Eine spannende Frage fand ich auch die nach der künftigen Prozessorgeneration, so wie sie für das Beherrschen großer Datenmengen erforderlich ist. Denn mit der Von-Neumann-Architektur, da sind sich alle einig, kommt man irgendwann einmal nicht mehr richtig weiter. Also forscht IBM unter anderem an neuroyalen Synapsen-Chips, die wie das menschliche Gehirn funktionieren sollen und in der Lage sind, Daten schneller und „intelligenter“ zu verarbeiten als die aktuellen Computersysteme. Spannende Dinge kommen da also auf uns zu!

Nach so viel Aussichten waren dann handfeste Einsichten angesagt, und die präsentierte Andreas Sonntag, indem er über das Thema IT-Infrastrukturen im Wandel der Zeit referierte. Mit ihm habe ich auch ein Videointerview geführt, das sogar schon online ist.

Eine interessante Folie während seines Vortrags fand ich die vom Umstieg von der klassischen Edv-Organisation  zur hybriden IT-Infrastruktur, sprich zur Cloud-IT. Dabei sind nämlich zahlreiche Dinge zu beachten, wie zum Beispiel das passende Sicherheitskonzept, die passende Datenhoheit, das Service Level Management und andere Aspekte.

Sehr hilfreich und wichtig ist bei solch einem Umstieg die Wahl des richtigen Partners, und der kann natürlich IBM heißen, da sich im Besitz von „Big Blue“ alle hierfür notwendigen Techniken und Lösungen befinden, wie es die zugehörige Folie sehr gut darstellt.

Nach dem Mittagessen ermöglichte dann Carsten Dieterle einen kleinen Rundgang durch die Welt der IBM POWER-Systeme, die mit beiden aktuellen IT-Welten sehr gut klar kommen, je nachdem, welche Betriebssysteme und Software zum Einsatz kommen. So zielen die AIX- und IBM i-basierten Rechner eher auf Rechenzentren ab, die POWER-System mit Ubuntu-, RedHat- und Suse-Linux adressieren hauptsächlich die offenen Systeme, wie sie in hybriden Infrastrukturen zum Einsatz kommen.

Klar ist auch, dass solch ein Vortrag einen Blick auf die aktuelle IBM POWER8-Prozessortechnik gewährt, auch wenn die nicht mehr ganz neu ist. Wichtig dabei war vor allem der Big-Data-Aspekt, warum also dieser Prozessor besonders gut für das Analysieren großer Datenmengen geeignet ist.

Um die Verbesserungen eines aktuellen Produkts besser verstehen zu können, hilft es oft, die Vorgänger ein wenig genauer zu betrachten. Genau das tat Carsten Dieterle während #WhatsUpBerlin, und diese Folie hatte es wirklich in sich. Denn sie schließt auch einen Ausblick auf die kommende Prozessorgeneration, den POWER9, ein.

Wer IBM POWER sagt, meint auch SAP HANA, zumindest die für den POWER-Prozessor optimierte Version. So zeigte sich anhand einer guten Gegenüberstellung, worin sich SAP HANA für IBM POWER von der x86-Variante unterscheidet.

Und da es auch hierzulande erste SAP HANA-Installationen auf der IBM POWER-Plattform gibt, hat Herr Dieterle darüber geredet. Zum einen am Ende seines Vortrags und später dann noch vor meiner Kamera. Die zugehörige Folie gibt es jetzt, das Video nächste Woche.

Tja, und am Ende des Tages wurde es dann noch sehr unterhaltsam und sportlich, und das aus zwei Gründen: zum einen wegen besagten Urs Meier, und zum anderen wegen des schönen, wenn auch knappen 1:0 der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die Auswahl Nordirlands. Schade nur, dass dieses gemeinsame Fußball Schauen während #WhatsUpIBM 2016 die einzige Gelegenheit dieser Art war, da am 12. Juli, am Tag von #WhatsUpIBM Stuttgart, die Europameisterschaft schon wieder zu Ende ist. Hoffentlich mit dem richtigen Europameister!

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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