Supercomputing von der Stange: IBM Application Ready Solutions

By | 10. Dezember 2013

IBM NeXtScale System n1200Stellen Sie sich vor, Sie wollten Ihre riesige Datensammlung sinnvoll aufbereiten, analysieren und nutzen, um Ihr Unternehmen konkurrenzfähiger zu machen. Dabei entpuppt sich allerdings das nicht vorhandene Spezialwissen Ihrer IT-Abteilung in Sachen Big Data  als echtes Hindernis.

Was also tun? Know-how einkaufen? Zu teuer und zu aufwendig. Know-how aufbauen? Dauert viel zu lange! Die Daten ungenutzt vor sich hindümpeln lassen? Ganz bestimmt nicht!

Wie wäre es denn mit einer Out-of-the-Box-Lösung, die den perfekten Mix aus Hardware und Software darstellt, die also die notwendige Rechenpower liefert und mit Tools und Anwendungen bestückt ist, die eine HPC-Big-Data-Lösung innerhalb weniger Stunden einsatzbereit macht? Nun, solch eine Lösung gibt es und nennt sich IBM Application Ready Solutions for Technical Computing.

HPC-Leistung Out-of-the-Box: IBM Application Ready Solutions

Hinter diesem zugegebenermaßen etwas sperrigen Begriff verbirgt sich genau diese Idee: Man wirft die Hardware- und Software-Erfahrung von IBM in einen Topf, mischt sie mit erprobten Anwendungen namhafter Software-Hersteller wie Dassault Systèmes, ANSYS und Gaussian Inc. und erhält eine Lösung, die vom Start weg funktioniert. Damit bekommen vor allem kleinere und mittlere Firmen ohne profundes Wissen genau die IT-Anlage geliefert, die ihnen vom ersten Tag an bei der Bewältigung ihrer Herausforderungen in Sachen Big Data und Co. hilft.

Bei der Wahl der passenden Hardware-Ausstattung stehen zahlreiche IBM-Systeme zur Verfügung, die bei IBM Flex System beginnen und bei der brandneuen Serie NeXtScale System enden. Dazwischen liegen Variationen von IBM System x und iDataPlex dx360. Abgerundet wird diese Hardware-Vielfalt vom Low-Cost-Speichersystem IBM System Storage DS 3524. Und falls bereits ein Storage-System existiert, lässt sich dieses mithilfe der Software-Lösung IBM Storwize V700 Unified zu einem einzigen Speichersystem zusammenfassen.

Neben viel Rechenleistung gibt es erprobte Software

Serversysteme lassen sich mit IBM Intelligent Cluster verwaltenIn Sachen IBM-Software steht ebenfalls eine Reihe erprobter Tools parat, die das Installieren von Anwendungssoftware und das Steuern und Warten des HPC-Clusters so einfach und effizient wie möglich macht.

Dazu gehört IBM Intelligent Cluster, mit dem sich Anwendungen mühelos auf dem System implementieren lassen. Aber auch IBM Platform HPC, IBM Platform LSF und IBM GPFS sind auf den Systemen vom Typ IBM Application Ready bereits vorinstalliert. Für eine bestmögliche Leistung der gesamten Hardware in Verbindung mit Funktionen, die für das Verwalten des Clusters erforderlich sind.

Den Kern dieser HPC-Lösung stellen allerdings die Anwendungen dar, die optimal auf das jeweilige System zugeschnitten sind. Damit läuft jede Spezialanwendung vom ersten Tag an optimal auf dem zugehörigen System. Dazu zählen folgende Applikationen, die in Zusammenarbeit mit den betreffenden Software-Partnern für die IBM-Systeme vorbereitet und angepasst wurden.

Vorinstallierte Spezialanwendungen sorgen für schnelle Ergebnisse

  • Mit Abaqus bietet Dassault Systèmes eine umfassende Simulationslösung, mit der sich äußerst komplexe Simulationen und Berechnungen innerhalb kürzester Zeit durchführen lassen. Dazu gehören Tools wie SIMULIA und die Abaqus Unified FEA Produktsuite, mit der komplexe Simulationen und Entwicklungsaufgaben durchgeführt werden können.
  • Accelrys bietet Anwendungen für die Bereiche Healthcare und Wissenschaft, in denen es aufgrund riesiger Datenmengen auf einen besonders leistungsfähige Speicherlösung ankommt. Daher wird in diesem Fall ein besonderes Augenmerk auf IBM GPFS gelegt.
  • ANSYS kommt überall dort zum Einsatz, wo die Numerische Strömungsmechanik Teil der Forschung und Modellierung ist. Das ist beispielsweise bei Unternehmen der Fall, die Simulationen im Bereich Automobilbau durchführen und hierfür die passende Software und Hardware benötigen.
  • Mit IBM Application Ready Solution for CLC bio werden Kunden adressiert, die beispielsweise enorme Anstrengungen in das Entschlüsseln des menschlichen Genoms investieren, die aber auch in der biochemischen Forschung unterwegs sind. Auch hier kommt es auf extrem hohe Datendurchsatzraten mithilfe von IBM GPFS an, wie das beispielsweise bei der DNA-Analyse der Fall ist.
  • Die Gaussian-Anwendung wird in bio-chemischen und physikalischen Laboren eingesetzt, wo molekulare Strukturen untersucht werden. Hierfür ist eine enorme Rechenleistung gefragt, die das IBM Flex System POWER7+ liefert. Auch hier steht eine optimale Verteilung der vorhandenen Ressourcen im Vordergrund.
  • MSC Software kommt immer dort zum Einsatz, wo Hersteller ihre neuen Produkte möglichst schnell und effizient am Rechner entwickeln und ihre Verhaltensweise möglichst realistisch simulieren wollen. Hierfür sind neben einer ausgewogenen Hardware-Plattform spezielle Tools wie MSC Nastran, MSC Patron und MSC SimManager erforderlich.
  • Mit den Schlumberger-Anwendungen ECLIPSE und INTERSECT lassen sich geologische Reservoirs von Erdöl, seltenen Gesteinen und anderen Ressourcen am Rechner auf Basis vorhandener Daten darstellen und modellieren. Die zugehörige IBM-Lösung erhöht die Zahl der möglichen Iterationen und erlaubt somit exaktere Ergebnisse.

So, und für alle, die lieber Video gucken als lesen, haben wir dieses ausführliche Youtube-Video aufgespürt, das auf der SuperComputing Conference 2013 in Denver aufgezeichnet wurde. Viel Spaß dabei!

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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