Sebastian Vettel ist auch wegen IBM Platform Computing vierfacher Formel-1-Weltmeister

By | 4. November 2013

Auch dank IBM Platform Computing ist Infiniti Red Bull Racing so erfolgreich

Seit dem 27. Oktober 2013 steht es fest: Sebastian Vettel und das ganze Infiniti Red Bull Racing Team ist zum vierten Mal Weltmeister, und das zum vierten Mal in Folge. Hinter solch einem großen Erfolg steht neben dem fahrerischen Können und der richtigen Rennstrategie auch eine ganze Menge Technik.

So sorgen alleine in Milton Keys 550 Ingenieure und andere Experten dafür, dass jedes Jahr zwei komplett neu konstruierte Formel-1-Boliden in eine lange Saison gehen können. Und wie sich anhand der Erfolge der letzten Jahre ablesen lässt, geschieht dies sehr effizient und zielführend.

Zu den größten Herausforderungen, mit denen sich die Renningenieure bei Infiniti Red Bull Racing konfrontiert sehen, zählt neben der Konstruktion der neuen Wägen das Thema Tests. Denn jedes neue Modell durchläuft zahlreiche Testläufe im Windkanal und natürlich auf der Strecke, wo sich jedes neue Auto beweisen muss, bevor es ins Rennen geschickt wird. Und an dieser Stelle kommen die Firma IBM und der Weltverband FIA ins Spiel.

So stellt die FIA Jahr für Jahr neue Regeln auf, die dazu führen, dass die Formel-1-Teams Jahr für Jahr neue Autos bauen und testen müssen. So werden im Vergleich zur noch laufenden Saison keine 2,4-V8-Motoren mehr eingebaut, sondern nur noch 1,6-V6-Turbomotoren, die zudem rund 50 Kilogramm schwerer sein werden als die aktuellen. Aber auch die Spritmenge soll begrenzt werden: von 135 Litern ist die Rede.

Dass damit komplett neue Autos erforderlich sind, leuchtet wohl sogar einem Laien ein. So wird sich also Infiniti Red Bull Racing sehr bald an neue Pläne heran machen, die auf Highend-Workstations entstehen, die Teile eines riesigen HPC-Clusters sind und mithilfe von IBM Platform Computing Software-Lösungen angetrieben werden.

Denn seit etwa sechs Jahren arbeiten Big Blue und Red Bull eng zusammen, und das auf ganz unterschiedlichen Ebenen. So helfen die hochspezialisierten Software-Lösungen von IBM, Prozesse zu automatisieren. Aber auch das aerodynamische Verhalten der Formel-1-Boliden spielt in der Kooperation eine wichtige Rolle.

Denn anstatt die neu konstruierten Wägen durch teure Windkanaltests zu jagen, verlässt sich Infiniti Red Bull Racing lieber auf die Power der IBM-Softwarelösungen und ermittelt das Strömungsverhalten einer neuen Karosserie am Computer. Damit lassen sich eventuelle Schwachstellen im Design der F1-Boliden schneller feststellen und beheben.

Und das Jahr für Jahr mit einer geringeren Zahl an Hochleistungsrechnern, die die FIA ebenfalls regelmäßig beschränkt. Damit die gesamte Rechenleistung der High-Performance-Rechenumgebung von Red Bull nicht unter diesen Einschränkungen leidet, setzt das F1-Unternehmen auf drei IBM-Lösungen, die dabei helfen, diese Hürden zu umgehen.

  • IBM Platform LSF und IBM Platform Symphony ermöglichen ein leistungsfähiges Workload Management, das eine optimale Nutzung der vorhandenen HPC-Infrastruktur erlaubt. Damit lässt sich das HPC-Cluster, das Infiniti Red Bull Racing für die diversen Simulationsaufgaben einsetzt, noch besser auslasten. Folge: Sämtliche Berechnungen können mit weniger Aufwand berechnet werden, was es Red Bull erlaubt, innerhalb einer vorgegebenen Zeit mehr zu erreichen. Un das führt wiederum zu mehr Effizienz.
  • IBM GPFS (General Parallel File System) kommt immer dort zum Einsatz, wo große Datenmengen auf hochkomplexen Speichersystemen abgelegt werden. Mit IBM GPFS lassen sich skalierbare und hoch verfügbare Speichersysteme aufbauen, die mit Daten im Petabyte-Bereich jonglieren können. Ach ja: das sind Zahlen mit 15 Nullen!

Mit all diesen Maßnahmen und Technologien hat es Infiniti Red Bull Racing geschafft, die Produktionseffizienz um 20 bis 30 Prozent zu steigern, sämtlichen Regeländerungen der FIA zum Trotz. Da bleibt nur eine Frage: Wird es 2014 zum fünften Titel reichen? Wir glauben schon…

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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