Rückblick in Tweets: das war #WhatsUpIBM Stuttgart [Upd]

By | 18. Juli 2016

Letzte Woche war es wieder einmal soweit: Da begab ich mich im Auftrag von IBM auf die fünfte Ausgabe von #WhatsUpIBM, um von dort ganz exklusiv und sehr live zu berichten. Mit dabei waren viele bekannte Gesichter, aber auch neuen Menschen bin ich begegnet. Und natürlich gab es wieder zahlreiche nützliche Informationen für alle diejenigen, die sich auf den Weg gemacht hatten in die Design Offices Stuttgart.

Los ging es mit einer kurzen Keynote-Vortrag von Petra Leißle, die das IBM Systems Channel-Geschäft der DACH-Region verantwortet. Dabei drehte sich vieles um die Frage, wie die Infrastruktur der Zukunft helfen kann, die passenden Antworten auf die großen Big Data-Herausforderungen zu finden. Eine davon lautet auf jeden Fall: SAP HANA auf POWER.

Anschließend ging es weiter mit einem der bereits erwähnten bekannten Gesichter, und zwar in Gestalt von Dr. Wolfgang Maier, der wieder eine ganze Menge zur Frage „Quo vadis, IT?“ zu sagen hatte.

Interessant an seinen Ausführungen waren unter anderem die Ergebnisse einer Studie, die IBM jedes Jahr neu erstellen lässt. Dabei wird beispielsweise gefragt, wie wichtig bestimmte externe Einflüsse auf das Unternehmensergebnis sind. Hier hat sich in Köpfen der CEOs vor allem festgesetzt, dass die technologischen Rahmenbedingungen auf jeden Fall stimmen müssen.

Zudem wird der digitalen Transformation ein immer höherer Stellenwert beigemessen, selbst wenn das noch lange nicht alle Unternehmen „vorleben“.

Eine Folie, die ich hier auf dem Blog auch schon veröffentlicht habe, kann man nicht oft genug ins Bewusstsein von IT-Verantwortlichen holen: Rund 90 Prozent aller Daten werden nie oder viel zu spät innerhalb eines Unternehmens sinnvoll genutzt. Das ist brachliegendes Potenzial, das hier verschwendet wird. Daher kann die Aufforderung an die CxOs dieser Welt nur lauten: Schafft die Voraussetzungen für die Analyse eurer Daten, damit diese endlich richtig eingesetzt werden. SAP HANA ist da sicherlich ein guter Ansatz.

Was Daten künftig leisten können, zeigte die Folie mit der Überschrift „Growth of Exogenous Data is Transforming Healtcare“. Soll sagen: Etwa 60 Prozent aller Daten, die im Laufe eines menschlichen Lebens erfasst werden (können), tragen bei richtiger Auswertung dazu bei, diesen Menschen gesünder leben zu lassen lassen. Dazu gehören Dinge wie Bewegungsdaten und andere messbare Größen, die wir jeden Tag generieren.

Interessant ist aber auch die Arbeit der IBM-eigenen Forschungseinrichtungen, in denen unter anderem neue Wege des Prozessordesigns beschritten werden. Einer davon hat mit sogenannten neuronalen Synapsenchips zu tun, die der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns entsprechen und damit für bestimmte Aufgaben und Anwendungen geradezu prädestiniert sind. Dazu gehören Dinge wie Muster- und Spracherkennung, mit denen sich die aktuellen Prozessoren immer noch schwer tun.

Auf Dr. Maier folgte Thomas Harrer, den ich schon diverse Mal vor der Kamera hatte (und auch an diesem Tag in Stuttgart). Dr. Harrer ist eingesprungen für Ulrich Walter und referierte dementsprechend über das Thema „Hybrid Cloud – Neue Geschäftsideen schnell umsetzen“.

Eine sehr aussagekräftige Folie präsentierte er gleich zu Anfang, die sich mit der „IT der zwei Geschwindigkeiten“ beschäftigt. Damit sind die zwei grundlegenden Ansätze heutiger IT-Infrastrukturen gemeint, nämlich die „Systems of Engagement“, bei denen es auf das schnelle Sammeln und Auswerten von Daten ankommt und die „Systems of Record“, bei denen das zuverlässige und sichere Speichern von Daten im Vordergrund steht.

Da ein Beispiel meist aussagekräftiger und besser greifbar ist, demonstrierte Thomas Harrer den Fall „Flottenversicherung und IoT-Integration“. Damit wollte er zeigen, wie Autoversicherer und ähnliche Unternehmen von hybriden IT-Umgebungen profitieren können.

Sehr anschaulich fand ich auch die Folie mit der Überschrift „Von Mainframe-Systemen zu digitalen Plattformen“. Darin steckt so ein kleines, gelbes Rechteck, das den Mainframe-Rechner repräsentiert. Man beachte die Veränderungen, die sich im Laufe der letzten 50+ Jahre ergeben haben – mit einer gemeinsamen Konstanten: dem Zentralrechner aka Mainframe.

In dieselbe Richtung „denkt“ auch die Folie „Vom EDV-Betrieb zur hybriden IT-Organisation“. Auch diese geht vom klassischen Großrechner und zahlreichen Schritte aus, die bewältigen werden müssen, damit daraus am Ende eine funktionierende Cloud-Infrastuktur entstehen kann.

Nach so viel Serverthemen war es dann an der Zeit, das Metier zu wechseln und ein wenig über Storage-Lösungen made by IBM zu sprechen. Das übernahm Ralf Colbus von IBM, mit dem ich anschließend ein interessantes Interview zum Thema Software-Defined Storage führen durfte.

Gleich einer der ersten Folien fand ich sehr spannend. Diese zeigt, wie die zunehmende Speicherdichte heutiger Festplatten zur Herausforderungen von Rechenzentren werden kann, da man hier sehr bald an physikalische Grenzen stoßen wird. Was wiederum neue Ansätze und Lösungen erfordert.

Zumal der aktuellen Storage-Trend zeigt, dass es eine Rückkehr der internen Festspeicher gibt, die direkt im Server verbaut werden. Auch das erfordert neue Speicherszenarien.

Hierfür gibt es im Grund zwei wesentlichen Antworten: Leistungsfähige Flash-Storage-Systeme und Software-defined Storage-Lösungen.

Was das in der Praxis bedeutet, veranschaulicht das Beispiel „Swiss Bank“ sehr gut. Dort konnte man mithilfe von IBM den kompletten HDD-basierten Speicherfuhrpark von insgesamt 23 Storage-Racks auf einen halben Speicherschrank schrumpfen, in dem sich flash-basierte Speicherkomponenten befinden.

In diesem Kontext ist übrigens die Akquise der Firma CleverSafe zu bewerten, die jetzt zum IBM-Universum zählt. Dort zählt der Grundsatz „Warum viele Daten redundant generieren, wenn es auch schlanker geht“.

Update: Folgende drei Videointerviews habe ich während #WhatsUpIBM Stuttgart geführt:

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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