Rezepte à la Watson: Wie ein Supercomputer das Kochbuch ersetzt

By | 6. März 2014

IBM Food TruckÜber das Supercomputer-Wunderkind Watson habe ich hier ja schon berichtet. Nicht nur, dass dieser IBM-Rechner schlauer war als alle anderen Quiz-Gegner und darüber hinaus einer der größten Cloud-Rechner für ganz neue Anwendungen werden soll – nein, jetzt kocht Watson auch noch.

Auch das ist Big Data: Watson „erfindet“ neue Rezepte

Ach, werden Sie vielleicht sagen, jetzt sollen die Computer der Neuzeit auch noch unsere Sterne-Köche ersetzen. Da kann ich Sie beruhigen, das hat IBM mit Watson offenkundig nicht vor, denn kochen muss der Mensch wohl immer noch selbst. Was Watson aber leisten soll und kann ist das „Erfinden“ ganz neuer Rezepte. Und das ist natürlich aufgrund seiner enormeren Rechenleistung eine eher einfache Übung für den Supercomputer aus dem Hause IBM.

IBM nennt das Ganze übrigens „Cognitive Cooking“, und das trifft es ganz gut. Wobei man konstatieren sollte, dass das ein oder andere Rezept auf den ersten Blick, na ja, eigenwillig aussieht. Oder wie würden Sie „Türkische Bruschetta“ oder „Schweizerisch-Thailändische Spargel-Quiche“ interpretieren?

Watson weiß, wie Rezepte funktionieren (können)

Die Idee dahinter ist recht trivial: Auf Basis von tausenden von verfügbaren Rezepten, Zutaten und Gewürzen ist Watson in der Lage, anhand eines vorgegebenen Kriteriums wie „Kebab“, „Curry“ oder „Sandwich“ ein neues, überraschendes, exotisch anmutendes Rezept zu „erfinden“, das dann in Form der notwendigen Zutaten und einer Kochanweisung zur Verfügung steht. Heraus kommt eine Kreation, mit der der Gaumen überrascht werden kann.

Kochen mit Watson auf der SWSX

Wie das Ganze funktioniert, demonstriert IBM aktuell mithilfe des IBM Food Truck, der sich gerade in Austin, Texas aufhält. Und das aus gutem Grund: Dort findet nämlich ab morgen die große South by Southwest Konferenz (SWSX) statt, wo dann im Kochbus bekannte Fachleute ihrer Zunft wie James Briscione, Michael Laiskonis und Michael Garret warten, um den interessierten Besuchern ein Mahl à la Watson zu kredenzen. Die können mithilfe des passenden Twitter-Kontos selbst bestimmen, was als nächstes gekocht werden soll. Lustig, oder?

 

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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