POWER8-Prozessoren: Höchstleistung für Big-Data-Analysen

By | 25. Juni 2015

IBM POWER8 ProzessorDer POWER8-Prozessor von IBM bietet beim ersten Hinsehen folgende Features:

  • Fertigungstechnik: 22 Nanometer
  • maximale Kerne: 12
  • maximale CPU-Taktung: 4 GHz
  • Cache: 64 KB Data, 512 KB L2, 8 MB L3
  • 1 oder 2 Memory-Controller
  • Hauptspeicher: maximal 1 Terabyte pro Sockel

Sieht man sich die Merkmale des POWER8-Prozessors aber genauer an, erkennt man das wahre Potenzial dieser CPU.

POWER8-Systeme basieren auf dem DCM-Konzept (Dual Chip Module). Das heißt also, dass pro Sockel und DCM zwei POWER8-CPUs eingesetzt werden können, die entweder 6, 8, 10 oder 12 Prozessorkerne aufweisen. Diese Cores können jeder für sich acht Threads, also acht Aufgaben, gleichzeitig ausführen. Damit ist ein 2-Sockel-System mit jeweils 12 CPU-Kernen in der Lage, insgesamt 192 Threads simultan zu verarbeiten. Das macht solch ein POWER8-System zu einer echten Hochleistungsmaschine.

Viel (Cache)-Speicher für mehr Performance

Der Cache-Speicher des POWER8 ist ebenfalls bemerkenswert. So verfügt jeder Prozessorkern über einen eigenen L2-Cache mit 512 KB und einen L3-Cache, der 8 MB groß ist. Diesen bezeichnet IBM als „Region“ und steht auch jedem Core zur Verfügung. So kommt beispielsweise ein 12-Core-System auf einen 96 MB großen L3-Cache. Das erfordert zwar große Chips, reduziert aber die Cache-Misses ganz erheblich, was wiederum gut für datenintensive Anwendungen ist.

Der Hauptspeicher trägt auch seinen Teil zu diesen enormen Leistungsdaten bei. So verbaut IBM in den RAM eine gewisse Intelligenz ein, die dafür sorgt, dass der Datenfluss permanent optimiert wird. Darüber hinaus steht zum Prozessor eine Verbindungseinheit bereit, die eine Transferleistung von 9,6 Gigabyte/s bietet. Außerdem konnten Merkmale wie die Latenzzeiten, die Energieeffizienz und die RAS-Funktionen verbessert werden.

Dem eigentlichen Hauptspeicher sind übrigens mehrere Memory-Buffer-Chips vorgeschaltet, die jeweils 16 MB groß sind. Damit kommt ein POWER8-System dank seiner acht parallel geschalteten RAM-Kanäle auf bis zu 230 GB/s. Das ist dreimal mehr als bei vergleichbaren POWER7-Systemen, die lediglich auf 70 bis 80 GB/s kommen.

POWER8-Systemen eigenen sich für Big-Data-Analysen und mehr

Angesichts dieser Kennzahlen und Leistungsparameter ist auch klar, dass POWER8-Systeme für anspruchsvolle Aufgaben bestimmt sind. Dazu gehören zweifellos komplexe Big-Data-Analyse-Anwendungen, mit denen vor allem unstrukturierte Daten innerhalb kürzester Zeit so aufbereitet werden können, dass sie einen größtmöglichen Nutzen darstellen. Und das am besten in Kombination mit In-Memory-Datenbank wie IBM DB2 Blu für noch mehr Performance.

Veranstaltungshinweis: Diese und weitere Informationen sind Teil der IBM Breakfast Briefing2 2015, die vor der Sommerpause noch Halt in Ehningen (7.7.) und Frankfurt/Main (14.7.) machen. Bei Interesse melden Sie sich am besten über den hinterlegten Link an.

 

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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2 thoughts on “POWER8-Prozessoren: Höchstleistung für Big-Data-Analysen

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