Neue IBM POWER-Server für Big Data- und Cloud-Anwendungen

By | 6. Oktober 2015

IBM POWER System S822LCHeute in einer Woche gehen die IBM Breakfast Briefings 2015 endlich weiter, und zwar im schönen Nürnberg, der fränkischen Metropole an der Pegnitz. Dort trifft Technologie wieder auf Business (und umgekehrt), und klar, dass Referent Stefan Gocke und andere IBM-Vertreter viele interessante Neuigkeiten dabei haben werden.

So wird sicherlich die Rede von den neuen POWER-Servern sein, die IBM erst vor wenigen Stunden vorgestellt hat. Damit löst Big Blue sein Versprechen ein, gemeinsam mit führenden Mitgliedern der OpenPOWER Foundation neue, hochwertige POWER-Maschinen auf den Markt zu bringen, die Unternehmen genau die Rechenleistung und Flexibilität bereit stellen, die diese für ihre täglichen Anwendungen benötigen.

Neue POWER-Server für Hadoop, Cloud und mehr

Solch eine Anwendung oder besser Anwendungsbereich sind In-Memory-Datenbanken wie SAP Hadoop oder Spark. Hierfür hat IBM ab sofort einen POWER8-basierten Rechner im Portfolio, der sich IBM POWER System S812LC nennt. Das „S“ in dieser Modellbezeichnung steht für „Scale-Out“, dabei geht es also um Server, die einen bestehenden Server-Park um neue, schnellere Rechner erweitern sollen.

Die „8“ ist der Platzhalter für den Prozessortyp, in diesem Fall handelt es sich also um eine POWER8-CPU, die bis zu 10 Kerne bietet, die wiederum mit 2,9 bis 3,7 Gigahertz getaktet werden können. Die „12“ bezeichnet den Server als ein System, das mit einem Prozessorsockel ausgestattet ist und das zwei Höheneinheiten aufweist. Das Kürzel „LC“ zu guter Letzt weist den neuen Server als reine Linux-Maschine aus, genauer gesagt als Power on Linux. Und das „C“ steht wahlweise für „Cloud“ oder „Cluster“ Computing, je nach Einsatzbereich des jeweiligen Servers.

IBM POWER System S822LC kommt in Rechenzentren zum Einsatz

Mit der zweiten neuen Maschine, dem IBM POWER System S822LC, adressiert IBM eher Rechenzentren, in denen Server zum Einsatz kommen, die ausreichend viel Rechenpower mitbringen müssen, um komplexe Berechnungen so schnell wie möglich durchführen zu können. Auf diesen Maschinen laufen Anwendungen für das Analysieren und Auswerten großer Datenmengen, was im Allgemeinen mit dem Begriff „Big Data“ zusammengefasst wird. Aber auch aufwändige Cloud- und Business-kritische Applikationen kommen auf Hochleistungsservern wie dem S822LC zum Einsatz. Daher weist dieses Servermodell zwei Sockel auf, die zwei POWER8-Prozessoren beherbergen können.

Weitere Leistungsmerkmale der neuen Linux-Maschinen von IBM sehen wie folgt aus:

  • maximaler Hauptspeicher: 1 Terabyte
  • maximale Speicherbandbreite: 104 GB/s (S812LC) bzw. 208 (S822LC)
  • PCI-Schnittstellen: 4 (S812LC) bzw. 5 (S8232LC), davon 2x CAPI
  • externer Datenspeicher: 84 TB (S812LC), 2 TB (S822LC)

Sehr bemerkenswert an den neuen IBM-POWER-Maschinen ist auch die Tatsache, dass sie vergleichbare x86-Server locker in Sachen Rechenleistung überholen. So bietet beispielsweise der S822LC  pro Prozessorkern doppelt so viel Leistung wie ein Intel Xeon E5-2600v3 und weist ein etwa 40 Prozent besseres Preis-Leistungsverhältnis auf. Aber auch bei der Speicherbandbreite lässt der S822LC einen Server mit Intel Xeon E5-2600v3 um den Faktor 2 hinter sich.

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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