Immer mehr mobile Apps nutzen die Power von IBM Watson

By | 10. Oktober 2014

IBM WatsonZu Jahresanfang verkündete IBM ein stolze Zahl: Rund eine Milliarde US-Dollar wolle und werde man in ein eigenes Watson-Forschungsteam investieren, das mithilfe des IBM Supercomputers neue Anwendungen schaffen soll.

Damit werden IBM-Kunden in aller Welt neue, cloud-basierte Wege gehen können, die alle eines gemeinsam haben: Kognitives Computing. Dieser ganz neue Ansatz, eine drängende Frage mithilfe großer Wissensdatenbanken innerhalb kürzester Zeit beantworten zu können, wird künftig die Herangehensweise an die drängendsten Probleme unserer Gesellschaft komplett auf den Kopf stellen.

Mithilfe von Mobile-Entwicklern und innovativen Anwendungen kommen bereits erste Firmen in den Genuss der Watson’schen Fertigkeiten, und das basierend auf der IBM Cloud-Technik SoftLayer, die es mit geringem Aufwand ermöglicht, Rechenzeiten, IT-Infrastruktur und Cloud-Anwendungen stets im erforderlichen Umfang bereitzustellen. Zu diesen ersten Watson-Referenzen zählen folgende spannende Projekte:

Die neu gegründete Firma WayBlazer, ansässig in Austin, Texas, bedient sich der Kraft des (sozialen) Internets, indem es Watson dazu nutzt, anhand einer einfachen Frage wie „Wo gibt es in München die beste Pizza?“ ein Reihe empfehlenswerter Restaurants und Pizzerien zu finden. Hierzu bedient sich die WayBlazer-App aller relevanter Tweets, Facebook-Einträge, Blogs und anderer Quellen, die  sich mit dem Thema empfehlenswerte Pizzerien in München beschäftigen. Am Ende steht eine eine Handvoll von gastronomischen Einrichtungen inklusive der Möglichkeit, direkt einen Tisch zu buchen.

Die Firma Red Ant aus London setzt auf die Vielseitigkeit von Watson, um vor allem dem Einzelhandel unter die Arme zu greifen. Hierfür hat sie eine mobile Anwendung entwickelt, der man in Textform oder per Spracheingabe Fragen wie „Was ist das aktuell schnellste Smartphone mit der besten Akkulaufzeit?“ stellen kann. Im Hintergrund sieht sich Watson in Foren, auf Webseiten, in Blogs, in Rezension, etc. nach möglichen Antworten um und präsentiert dann eine Reihe empfehlenswerter Smartphones, die den gewünschten Kriterien bestmöglich entsprechen.

Die Firma Findability Sciences aus Waltham, MA, ermöglicht es Geldgebern und Sponsoren mithilfe ihrer Watson-App, auf Basis einfacher Fragen diejenigen Start-ups zu finden, die ihren Vorstellungen am besten entsprechen und die das größte Potenzial aus Sicht des Geldgebers aufweisen. Das folgende Video demonstriert die Herangehensweise der Watson-App recht gut.

Die kanadische Firma LifeLearn ermöglicht es Tierärzten, mithilfe der mobilen App LifeLearn Sophie die bestmögliche Behandlungsmethode für eine Vielzahl von Tieren und deren Krankheiten und Befunde zu finden. Hierzu greift LifeLearn Sophie auf das Wissen zahlreicher Bücher, Abhandlungen, Blogeinträge, etc. zum jeweiligen Thema zu, um auf  diesem Weg eine Empfehlung aussprechen zu können – und das mit wenigen Fingertipps. Das nachfolgende Video demonstriert LifeLearm Sophie recht gut.

Ebenfalls mithilfe der kognitiven Computerleistung von Watson hilft die Firma Welltok mit ihrer mobilen App „Concierge“, Anwender bei gesundheitlichen und ernährungstechnischen Fragen bestmöglich zu beraten und zu unterstützen. Auch hierfür steht eine riesige Datensammlung an unstrukturierten Informationen zur Verfügung, auf die Concierge in Verbindung mit Watson zugreifen kann.

Diese und weitere mobile Anwendungen werden unter anderem dadurch ermöglicht, indem IBM auf seiner Internetplattform Bluemix Software-Entwicklern die notwendigen Schnittstellen (APIs) zur Verfügung stellt, die diese für das Konzipieren und Programmieren von Watson-Apps benötigen. Hierfür lassen sich Tools wie Maschinen-basierte Übersetzungen, das Identifizieren der jeweiligen Eingabesprache, das Analysieren und Bewerten ganzer Sätze und das Aufbereiten von Daten in visuelle Ergebnisse nutzen.

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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