Mobile Apps für IBM Watson im Baukastenprinzip programmieren

By | 14. Oktober 2014

IBM BluemixErst am Freitag habe ich darüber berichtet, dass IBM seinen Cloud-Service Watson auf eine nächsthöhere Stufe gehievt hat, indem das Unternehmen mit Bluemix eine eigene Internetplattform für Software-Entwickler anbietet.

Das interessiert mich schon aus historischen Gründen sehr, also habe ich mir auf bluemix.net einen für 30 Tage kostenlosen Developer Account besorgt und mir Bluemix ein wenig näher angesehen.

Zunächst eimal stellt IBM Bluemix eine Entwicklerplattform dar, mit der sich jedwede Cloud-basierte Anwendungen programmieren lässt, und das mit relativ geringem Aufwand. Der Grund hierfür: Das Herzstück von Bluemix stellt ein Sammlung fertiger Services und Templates, mit deren Hilfe Software-Entwickler erste, schnelle Schritte in Sachen Cloud-Anwendungen gehen können. Hierfür ist nur die zunächst kostenfreie Registrierung auf bluemix.net erforderlich, und schon kann es losgehen.

Das Backend von Bluemix bietet beim Start zwei Optionen: das Erstellen einer App oder eines Service. Hierfür stehen je nach Auswahl vorgefertigte Schnittstellen, Vorlagen (sogenannte Boilerplates) und Runtimes zur Verfügung.

Cloud-Anwendungen „from the scratch“

Für das Erstellen einer App stehen diverse Boilerlates und Rundtimes bereit, die man für das Entwickeln seiner Watson-App einsetzen kann. Hierzu gehören sogenannte „Starter“ wie „Mobile Cloud“. Hierfür stehen SDKs (Software Developer Kits) für Apple iOS, Google Android und JavaScript zur Verfügung. Sobald man mit der Entwicklung seiner ersten mobilen App für Watson startet, wird das passende SDK, die zugehörigen Sicherheitsmechanismen, vorhanden Push Services und das Verwalten und Speicher der mobilen Daten als Cloud-Service standardmäßig in die App aufgenommen.

Bezahlt wird übrigens stets nur das tatsächliche Datenvolumen, das beim Entwickeln oder Nutzen der App entsteht. So kostet beispielsweise das SDK für Node.js 0,0527 Euro pro Gigabyte-Stunde, die Push Services werden mit 15,05 Euro pro Million Benachrichtigungen in Rechnung gestellt und für die Cloud-Daten werden jenseits der 2 Gigabyte 0,7523 Euro pro GB fällig. Darüber hinaus kosten die API-Calls je nach Gewichtung 0,0226 Euro oder 0,1129 Euro pro 1.000 Aufrufe.

Zahlreiche Services für Watson & Co.

Hinter dem Begriff „Services“ verbergen sich zwei Sektionen: „Watson“ und „Mobile“. Unter dem Begriff Watson sind sämtliche aktuellen Dienste zusammengefasst, mit denen sich mit relativ geringem Aufwand erste, eigene Watson-Anwendungen erstellen lassen. So kann man beispielsweise mit dem Service „Question and Answer“ eine App programmieren, die anhand einer Frage die zugehörige Antwort bestimmt, Hierzu werden auf Basis von hinterlegten Broschüren, Internetseiten, Handbüchern, Blogeinträgen, etc. infrage kommende Quellen für das Beantworten der Frage zurate gezogen. Derzeit lassen sich Q&A-Anwendungen für die Bereiche „Tourismus“ und „Gesundheitswesen“ konzipieren und erstellen.

Interessant an IBM Bluemix ist auch die Tatsache, dass nicht nur IBM-eigene Services zur Verfügung gestellt werden, sondern dass auch externe Programmierer und ganze Communities ihre Cloud-basierten Entwicklungsprojekte im Backend zur Verfügung stellen können. Und das entweder kostenfrei oder gegen Entgelt. womit man als Softwareschmiede einen Teil seiner Entwicklungskosten auf diesem Weg zurückholen kann. Ein erstes Beispiel hierfür ist Twilio, mit dem sich eigenen mobile Kommunikationsapps konzipieren lassen, und das auf Basis von Sprache, Text und Voice over IP.

Natürlich gibt es auch eine Entwickler-Community, auf der man seine Fragen zu IBM Bluemix loswerden kann.

 

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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One thought on “Mobile Apps für IBM Watson im Baukastenprinzip programmieren

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