IBM@CeBIT15: IBM und NVIDIA ermöglichen die schnellsten Supercomputer der Welt

By | 16. Februar 2015

Der Supercomputer "SuperMUC" im LRZ GarchingGibt man in Google die Suchbegriffe „nvidia openpower“ ein, entdeckt man auf Umwegen eine sehr interessante Pressemeldung von NVIDIA, in der über zwei neue Supercomputer berichtet wird. Ihre Namen: Sierra und Summit.

Beide Superrechner sollen ab 2017 in der Wissenschaft dazu eingesetzt werden, künftig deutlich exaktere Berechnungen vornehmen können, wie sie beispielsweise in der Klimaforschung, in der Vorhersage von Naturkatastrophen und für die optimale Einspeisung von elektrischer Energie in Millionen von Haushalten notwendig sind.

Hierbei soll Summit am Oak Ridge National Laboratory die gigantische Rechenleistung von 150 bis 300 Petaflops leisten können. Zum Vergleich: Der aktuell führende Top-500-Supercomputer „Tianhe-2“ im Chinesischen National Super Computer Center in Guangzhou schafft derzeit „nur“ 55 Petaflops. Und der Sierra mit seinen geplanten 100+ Petaflops soll sich am Lawrence Livermore National Laboratory um Themen kümmern, die mit Atomkraft zu tun haben.

IBM und NVIDIA sorgen für Hochleistungsrechner der Marke POWER

Das Besondere an Sierra und Summit aus IBM-Sicht ist die Tatsache, dass beide Rechner auf der POWER-Rechnerarchitektur basieren werden, und das in Verbindung mit NVIDIA Tesla-Grafikbeschleunigern. Zu sehen ist das Ganze im OpenPOWER Foundation-Kontext, in der beide Unternehmen eine führende Rolle einnehmen.

Eine technische Besonderheit der geplanten Supercomputer ist die Verbindungstechnik NVIDIA NVLink, mit deren Hilfe Prozessor und Grafikeinheit direkt kommunizieren und ihre Daten austauschen können. Die Rede ist von einem Geschwindigkeitszuwachs um dem Faktor 12, den Sierra und Summit bieten werden. NVLink wurde ursprünglich genau für diesen Zweck konzipiert: Den superschnellen Austausch von Daten innerhalb von Supercomputern, die deutlich schneller sein werden als die heutigen Systeme.

Daneben wird eine GPU-Technik namens Volta zum Einsatz kommen, deren Vorgänger unter dem Codenamen Maxwell aktuell unter anderem in den GTX-900-Grafikkarten zum Einsatz kommt. Maxwell zeichnet sich besonders durch einen virtuellen Speicher aus, auf den der Prozessor des Systems direkt zugreifen kann – und umgekehrt. Mit Volta können darüber hinaus superschnelle DRAM-Module auf dem Die der GPUs integriert sein, was zu einer internen Bandbreite von einem Terabyte/Sekunde führen soll. Damit sind sehr leistungsfähige Big-Data-Anwendungen möglich, mit denen enorm großen Datenmengen berechnet werden können.

Supercomputer mit NVIDIA- und IBM-Technik sind äußerst stromsparend

Damit werden die Supercomputer Sierra und Summit maßgeblich bei der Rechenarbeit von Tesla-Grafikeinheiten unterstützt, in denen Volta zum Einsatz kommen wird. Die Rede ist von einem Rechenanteil von 90 Prozent, den die NVIDIA-GPUs übernehmen sollen. Und das bei einer äußerst geringen Stromaufnahme, was zu einem energieeffizienten Supercomputer führen wird. Dazu werden auch die POWER-Prozessoren ihren Teil beitragen.

NVIDIA ist Teil der OpenPOWER Foundation Lounge auf der CeBIT 2015

Auf der CeBIT 2015 werden wir Sierra und Summit nicht zu sehen bekommen, wohl aber Teile davon, und zwar in Form von Technologiedemos, die NVIDIA mit nach Hannover bringen wird, um diese am IBM-Stand in Halle 2 ausstellen und darüber reden zu können. Wenn Sie also an Sierra, Tesla, Volta und Co. interessiert sind, sollten Sie in die OpenPOWER Lounge kommen, die sich auf dem IBM-Stand befindet. NVIDIA- und IBM-Ansprechpartner sind vor Ort und freuen sich auf Ihre Fragen.

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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