IBM Watson: Ein lernender Supercomputer für neue Anwendungen

By | 13. Februar 2014

Computer haben uns dabei geholfen, immer weiter zu gehen. Sie halfen uns dabei, zum Mond zu fliegen. Sie halfen uns dabei, unvorstellbare Problem zu lösen. Aber: Kann Technik auch denken? Ja, Watson kann das.

IBM WatsonDiese Worte bilden die Intro-Passage eines kleinen Films, den IBM anlässlich seiner groß angelegten Watson-Initiative drehen ließ. So gründete Big Blue Anfang des Jahres die IBM Business Group, die mithilfe von einer Milliarde US-Dollar das Thema Cognitive Computing Medizinern, Finanzexperten und vielen anderen Berufsgruppen und Menschen helfen will, ihre Aufgaben und Herausforderungen noch besser meistern zu können.

IBM Watson: Nicht irgendein Supercomputer

Wie wir auf dem Hightech Computing Blog bereits gezeigt haben, ist IBM Watson nicht irgendein Supercomputer. Watson beherrscht nämlich die Kunst des Verstehens, ist also ein Vorzeige-Athlet in der Disziplin „Cognitive Computing“. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass Watson mit Termen und Sätzen und Redewendungen und sonstigen Dingen klar kommt, die ein eher typischer Supercomputer nicht beherrscht. Damit unterscheidet sich Watson von vielen anderen Rechnern vor allem in der Art und Weise, wie er mit seinen Anwendern interagiert. Anstatt ihn permanent mit strukturierten Daten füttern zu müssen, reicht es Watson, immer und immer wieder mit neuen Eingaben versorgt zu werden. Draus zieht der IBM-Rechner dann seine Schlüsse.

Damit kann Watson beispielsweise auf Fragen reagieren, die man ihm stellt. Denn genauso wie vor drei Jahren, als der IBM-Supercomputer die Quizshow „Jeopardy“ gewann, beherrscht der Watson des Jahres 2014 die Kunst des Verstehens. Natürlich benötigt Watson hierfür eine umfassende und gigantische Datenbank, auf die er zugreifen kann, um so schnellstmöglich die optimale Antwort auf eine gestellte Frage zu finden. Diese Datenbasis kann aus Tweets, Fachartikeln, Studien, Erhebungen und vielen weiteren Text- und Dokumenttypen bestehen.

Auf diesem Weg kann beispielsweise ein Mediziner viel schneller und zuverlässiger als bisher komplexe Zusammenhänge erkennen und lösen, indem er auf sämtliche vergleichbare Fälle zugreift, die sich in ähnlicher Art und Weise mit seinem medizinischen Problem beschäftigt haben. Aber auch andere Berufszweige sollen und werden von der Intelligenz Watsons profitieren: So haben Finanzberater Zugriff auf sämtliche Aktienkurse, Börsendaten, Quartalsberichte und Unternehmenszahlen, die in Summe eine bessere und genauere Einschätzung in Bezug auf eine geplante Investition erlauben.

Lernend und lehrend: IBM Watson

Doch genauso wie man von Watson lernen kann, soll der Supercomputer von IBM auch lehren. So sollen mit seiner Hilfe künftig Studenten bestmöglich ausgebildet werden, und das ebenfalls mithilfe einer beeindruckenden virtuellen Bibliothek, die all die Fragen beantworten kann, mit denen sich Lernende und Studierende beschäftigen. Gleichzeitig soll Watson Professoren und Lehrern helfen, ihre Vorlesungen und ihren Unterricht so zu gestalten, dass die Studenten und Schüler noch besser davon profitieren. Hierfür können Fragen formuliert werden, die Watson analysiert und eine Wahrscheinlichkeit für deren Verständlichkeit ermittelt.

All diese und weitere Möglichkeiten stehen mit Watson zur Verfügung, und das von jedem Punkt der Erde aus, da Watson einen Cloud-basierten Supercomputer darstellt, dessen Künstliche Intelligenz buchbar ist. Und genau das ist es, was IBM künftig ermöglichen soll: Das Bereitstellen von Wissen, zu jeder Zeit, an jedem Ort.

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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