IBM z13 läutet das mobile Transaktionszeitalter ein

By | 14. Januar 2015

IBM System z13Erst vorgestern fragte mich ein Kollege, ob Mainframe-Systeme immer noch State-of-the-Art seien. Und ich so: „Klar sind sie das, warte mal diese Woche ab. Da stellt IBM ein brandneues System vor.“ Und genau das ist heute passiert. Denn diese neue Highend-Transaktionsmaschine namens IBM z13 hat es wirklich in sich. Das lässt zumindest die zugehörige Pressemitteilung vermuten, und die Facts & Figures sind recht überzeugend.

IBM z13 schafft bis zu 2,5 Milliarden Transaktionen – am Tag

Die IBM z13 kann bis zu 2,5 Milliarden Transaktionen an einem einzigen Tag verarbeiten. Das sind ungefähr 100 Mal so viele bewegte Daten wie an einem durchschnittlichen „Cyber Monday“, an dem alleine in den USA laut Statista rund 2 Milliarden US-Dollar umgesetzt wurden. Dabei lassen sich die Daten noch schneller als bisher verschlüsseln, was für mehr Sicherheit sorgt und damit ein höheres Vertrauen der Kunden in die zugrunde liegenden Transaktionssysteme entsteht.

Zu dieser erhöhten Sicherheit sorgt auch das erstmals integrierte Analysetool, das quasi in Echtzeit auffällige Transaktionen entdecken kann. Damit lassen sich mögliche Betrugsversuche früher und schneller entdecken und blockieren als bisher.

Diese und weitere Feautures haben vor allem eines im Sinn: Der zunehmenden Zahl an mobilen Transaktionen, die mithilfe von Smartphones und Tablets generiert werden, besser Herr zu werden. Denn glaubt man den Prognosen von Analysten, werden bis zum Jahr 2025 rund 40 Billionen mobile Transaktionen durchgeführt – und zwar täglich. Wenn diese Flut an Daten, Berechnungen und Interaktionen zwischen mobilem Anwender und Mainframe nicht optimal kanalisiert werden kann, besteht die Gefahr, die gesamte Infrastruktur lahmzulegen.

Mobile Transaktionen nehmen dramatisch zu

Und die Zahl an mobilen Transaktionen nimmt täglich zu. So kann es sich kein Flugbuchungsportal, kein Reiseveranstalter und kein Transportunternehmen mehr leisten, ohne die passende Mobile-Infrastruktur zu wirtschaften. Schließlich wollen die Kunden ihre Tickets mit dem Smartphone oder Tablet unterwegs kaufen und nutzen können. Was das unter anderem für die mobilen Transaktionskosten bedeutet, habe ich Ende letzten Jahres auf der Veranstaltung „Zeit für z“ im Entwicklungs- und Forschungslabor in Böblingen  erfahren.

Apropos Böblingen: Von dort kommen wichtige Komponenten der IBM z13, und zwar hinsichtlich der Hardware und des Betriebssystems, die auf dem neuen Mainframe-System zum Einsatz kommen. Dazu gehören spezielle Flashmemory-Bausteine, sogenannte FPGA-Akzelatoren, eine neue in den Prozessor integrierte PCI-Einheit, ein vergrößerter Cache-Speicher und bis zu 10 Terabayte DRAM. Aber auch IBM MobileFirst-Lösungen werden im Zusammenhang mit neuen System z13-Anwendungen bereit gestellt.

Hadoop und DB2 Blu sorgen für noch bessere Analysen

Daneben kommen weitere bekannte Techniken wie Hadoop und DB2 Blu für Linux zum Einsatz. Damit sollen vor allem die Analyse-Fähgkeiten des System z13 deutlich verbessert werden. Darüber hinaus eignet sich das neue Mainframe-System sehr gut als Cloud-Infrastrukturrechner, da bis zu 8.000 virtuelle Server betrieben werden können. Das entspricht 50 virtuellen Servern pro CPU-Kern, was die Ausgaben für Software, Strom und die komplette Rechenzentrumsanlage deutlich reduzieren wird. Damit spart man im Vergleich zu einem entsprechenden x86-System etwa die Hälfte an Kosten, und das bei einer höheren Leistung von etwa 30 Prozent.

Exklusive Einblicke in die Welt von IBM z13 – in Bewegtbildern

Nächste Woche findet in der Nähe von Frankfurt ein z13-Event statt, auf das ich mit meinem Videoequipment fahren werde. Das Motto lautet: „Zukunft schreibt man mit z!“, und anwesend werden zahlreiche IBM-Vertreter sein, die mir hoffentlich alle etwas zum Thema Mainframes und IBM z13 erzählen werden. Vielleicht ist sogar eine Maschine vor Ort, die ich mit meiner Kamera in Szene setzen kann. So, stay tuned…

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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