IBM System x und Intel Xeon: CPU- und Storage-Power reloaded

By | 24. Februar 2014

IBM System x3850 X6Es gibt Neues aus dem Big-Data-Universum von IBM zu vermelden. Okay, ich werde hier sicherlich nicht die Pressemeldung reinkopieren, denn die kann man sehr schön online lesen. Zudem ist die Ankündigung nicht ganz neu, sondern stammt aus dem Januar. Dort wurde die neue Technik bereits angekündigt.

Wirklich neu aber, und das ist die aktuelle News an der Geschichte, sind die Intel-Prozessoren, die in den neuen Servern IBM System x3850 X6 und IBM System 3950 X6 stecken. Denn in Verbindung mit dem brandneuen Intel Xeon E7 v2 lassen sich High-Performance-Anwendungen deutlich schneller ausführen als bisher, und das zu deutlich geringeren Kosten. Das Zauberwort dahinter: In-Memory-Analysen.

In-Memory bedeutet, dass die Daten für unternehmenskritische Applikationen, beispielsweise aus dem Big-Data-Umfeld, nicht mehr von den langsameren Festplatten kommen, sondern direkt im Arbeitsspeicher des Servers ihren Platz finden. Folge: Der Zugriff auf die Daten erfolgt deutlich schneller als bei vergleichbaren HPC-Systemen, die Latenzzeiten nehmen ab und die Analyse der wertvollen Daten erfolgt in kürzerer Zeit als bisher.

Verdreifachung des RAM ist der neue Datenturbo

Der Trick dahinter ist recht simpel und sehr wirkungsvoll: Dank des neuen Chipsatzes des Intel Xeon E7 v2 können jetzt 1,5 Terabyte Hauptspeicher pro CPU adressiert werden, was im Vergleich zur Vorgängerversion der Xeon E7-Prozessoren einer Verdreifachung von 0,5 auf 1,5 Terabyte entspricht. Damit stehen bei 4-CPU-Systemen ab sofort 6 Terabyte und bei den 8-Prozessor-Varianten 12 TB RAM zur Verfügung.

Genau auf dieser verbesserten Technik setzen die zwei neuen IBM-Serversysteme auf, die ihrerseits die In-Memory-Technik nutzen und darüber hinaus auf einem neuen Flashspeicher basieren, der sich IBM eXFlash nennt. Damit lassen sich die Daten, die vorher von einer langsamen Festplatten kamen, in zweifacher Hinsicht beschleunigen, da mit dem großen RAM und den schnellen eXFlash-Komponenten ein doppelter Flaschenhals eliminiert wird. Zudem lassen sich die eXFlash-Bausteine sowohl als intern als auch extern verwenden.

IBM System x3850/x3950 x6: maximaler Speicher für Big Data

Die wesentliche Unterschiede zwischen IBM System x3950 X6 und System 3850 X6 besteht in der Ausbaustufe. So beherbergt der x3850 X6-Server vier Einschübe, die IBM mit Büchern in einem Buchregal vergleicht. In jedem Einschub befinden sich bis zu vier Prozessoren vom Typ Intel Xeon E7-480/8800 v2, die mit maximal 3.2 GHz getaktet werden, eine Speicherbandbreite von 1,8 GHz bieten und bis zu 15 CPU-Kerne aufweisen. Der RAM-Speicher kann bis zu 6 Terabyte umfassen, der DIMM-basierte eXFlash-Speicher kann maximal 12,8 TB groß werden. Darüber hinaus  lassen sich bis zu je acht 2,5-Zoll-Festplatten oder SSD-Speicherkomponenten sowie 16 1,8-Zoll-exFlash-SSDs im IBM System x3850 X6 verbauen.

Das IBM x3950 X6 hingegen weist die doppelte Zahl an Einschüben, also acht auf. Das bedeutet in Summe, dass acht Prozessoren, 12 Terabyte RAM und 12,8 TB DIMM-eXFlash-Speicher und maximal 25,6 TB interner Speicher (SSD) bereitgestellt werden können. Beide Systeme sind zudem mit zahlreichen Schnittstellen und redundanten Komponenten wie Netzteile ausgestattet. Und klar, dass sich nahezu sämtliche Bauteile der X6-Systeme im laufenden Betrieb (Hot-Swap) austauschen lassen.

IBM System x3850 X6 erreicht neue Benchmark-Bestwerte

Folgerichtig schlägt sich solch eine enorme theoretische Rechen- und Datendurchsatzleistung auch in praktischen Dingen positiv nieder. So vermeldet IBM, dass sie mit beiden Systemen ganz weit vorne liegt in Sachen Benchmarking. So schnitt das IBM System x3850 X6 sowohl im SAP Sales & Distribution Benchmark als auch beim TPC-E und SPECvirt_sc2013 mit sehr guten Ergebnissen ab.

Klar, dass IBM die brandneuen Systeme auf der CeBIT 2014 in Halle 2 präsentieren wird. Und ich werde diese High-Performance-Maschinen genauesten begutachten. Also, stay tuned…

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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