IBM System x: Neue Server und neue Anwendungen

By | 10. September 2014

IBM Flex System x240 M5In meinem gestrigen Beitrag zur großen Neuvorstellungsrunde in Sachen IBM System x lag mein Hauptaugenmerk auf der Hardware, die unter anderem dank der verbesserten Intel Xeon-Prozessoren vom Typ Haswell in neue Leistungsbereiche vorstoßen wird. Da Hardware aber immer nur so gut ist wie die passenden Software, wage ich heute einen Blick auf Anwendungen und Tools, die Big Blue entweder neu entwickelt oder an die fünfte Generation der System x-Maschinen angepasst hat. Dazu gehören im einzelnen:

VMware VSAN für System x: Mit Virtual SAN für System x-Maschinen lassen sich Storage-Ungebungen bereitstellen und verwalten, und das auf Basis von vSphere, dem Hypervisor von VMware. Damit kann man virtuelle Speichernetze realisieren, und das mit einem Höchstmaß an Leistung, da es sich bei vSphere um einen so genanten „Bare Metal Hypervisor“ handelt, der direkt auf die zugrunde liegende Hardware-Plattform zugreift. Darüber hinaus stellt VSAN Speicher immer dort zur Verfügung, wo er gerade benötigt wird. Und das völlig automatisiert und auf Storage-Richtlinien basierend.

Darüber hinaus erlaubt VSAN Software-Defined Storage-Lösungen, die sich nahtlos in die vorhandene Computing-Landschaft integrieren lassen. Damit kann der vorhandene Speicher-Pool bestmöglich und effizient genutzt werden. Für die benötigten Leistungsreserven kümmert sich eine Caching-Technik, die mithilfe von serverseitigem Flashspeicher für einen höheren Datendurchsatz sorgt. Das bringt mehr Leistung als bei virtualisierten Appliances oder externen Geräten.

Microsoft Fast Track DW für SQL-Server 2014: Mit dieser an System x angepassten Software-Lösung lassen sich mit geringem Aufwand Data-Warehouse-Anwendungen realisieren. Hierzu wurden die Eigenschaften der System x-Maschinen der fünften Generation (IBM System x M5) an Microsoft Fast Track angepasst. Damit adressiert diese IBM-Lösung bevorzugt Firmen, die ein vollfunktions- und leistungsfähiges Data-Warehouse-System benötigen, allerdings nicht die hierfür erforderliche IT-Expertise aufweisen. Damit sind die IBM-Server innerhalb kürzester Zeit für das Verwalten großer Warenwirtschaftssysteme einsatzbereit.

SmartCloud Desktop Infrastruktur mit Atlantis Computing ILIO: Basierend auf Citrix XenDesktop und VMware Horizon View lassen sich virtualisierte Desktop-Umgebungen mit Atlantis Computing ILIO mit geringem Aufwand realisieren. Der Trick dahinter: Atlantis ILIO „sitzt“ zwischen Hypervisor und Hauptspeicher und fungiert damit als schneller Zwischenspeicher, der die Daten erst gar nicht zum Festplatten- oder SSD-Speicher gelangen lässt. Damit lassen sich typische Desktop-Aufgaben wie das Starten des Rechners und der Anwendungen, Anti-Viren-Scans, etc. deutlich schneller ausführen als mit herkömmlichen Methoden, da sämtliche Daten bereits im RAM liegen, wenn sie benötigt werden. Das reduziert den physikalischen Speicherbedarf insgesamt ganz erheblich.

IBM Flex-Lösung für Microsoft Hyper-V: Mit dieser neuen Lösung lassen sich Cloud-Infrastrukturen realisieren, und das im Verbund mit Microsoft Windows Server 2012 R2, Microsoft Hyper-V und System Center 2012 R2. Bei Hyper-V handelt es sich wie bei VMware vSphere um einen Bare Metal-Hypervisor, der direkt auf der zugrunde liegenden Hardware-Plattform aufsetzt. Zudem erlaubt Hyper-V im Cluster-Betrieb das Anlegen, Löschen und Verschieben virtueller Maschinen in Echtzeit. Hyper-V ist fester Bestandteil von Windows Server 2012 und System Center 2012 und erlaubt das Virtualisieren der Flex-Systeme von IBM von Anfang an.

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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