IBM Supercomputer belegen die ersten Plätze der schnellsten HPC-Cluster

By | 20. November 2013

Der Supercomputer JUQUEEN in JülichBereits zum 25sten Mal findet gerade die SuperComputing Conference statt, dieses Mal in Denver, Colorado. Dort trifft sich die Crême de la Crême der Supercomputer- und HPC-Experten zu einem lebhaften Austausch rund um ihre Lieblingsthemen, zu denen zweifellos das Berechnen großer Zahlen mit all seinen Konsequenzen zählt.

Sieht man sich das Programm der SC13 genauer an, stehen Themen wie paralleles Programmieren ganz oben auf der Liste, aber auch Produkte wie der Intel Xeon Phi Co-Prozessor und die Datenanalyse mit Petabyte-Daten. Darüber hinaus erfährt man in zahlreichen Workshops, wie sich parallele Datenströme bestmöglich handhaben lassen, wie „grüne“ HPC-Cluster funktionieren und wie man am besten Storage-Lösungen mit parallelen Zugriffen konzipiert.

IBM trifft man auch auf der SC13 in Denver

Natürlich findet man auf der SC13 auch einen riesigen Ausstellerbereich, der diese Bezeichnung wahrlich verdient. Dort tummelt sich das „Who is who“ der HPC-Branche, und klar, dass auch IBM dort vertreten ist. Dort dreht sich alles um Themen, die mit Platform Computing und Technical Computing zu tun haben, also mit so Dingen wie IBM GPFS, IBM NeXtScale und IBM Platform HPC.

Pünktlich zur SuperComputing wird auch die zweimal im Jahr überarbeitete Top-500-Supercomputer-Liste veröffentlicht, die sich „Graph 500“ nennt. Wie heute bekannt wurde, gibt IBM auf dieser Skala eine wirklich gute Figur ab. So finden sich auf den ersten drei Plätzen IBM-Rechnersysteme wieder, die dank ihrer Leistungsfähigkeit ganz oben stehen.

Die Graph-500-Liste gibt es erst seit drei Jahren und misst mithilfe geeigneter Benchmarks die Gesamtleistung aktueller HPC-Cluster, die vor allem in den Bereichen Internersicherheit, medizinische Informatik, Soziale Netzwerke und Symbolic Networks zum Einsatz kommen.

IBM befindet sich mit BlueGene/Q an der Spitze der Graph-500-Liste

Die drei schnellsten Graph-500-Rechner basieren alle auf IBM BlueGene/Q und vereinen über eine Million Prozessorkerne in einem einzigen Supercomputerverbund. So misst der erstplatzierte Rechner Sequoia exakt 1.048.576 CPU-Kerne, verteilt auf 65.536 Rechnereinheiten. Damit erreicht der Sequoia einen Benchmarkwert von 15.363 Gigateps (GTEPS).

Benchmark-Exkurs: GTEPS ist der Versuch, ein praxisnahes Ergebnis darzustellen, als Gegenentwurf zum rein auf Rechenoperationen basierenden GLFOPS-Benchmark. Vereinfacht lässt sich GTEPS mit der Fähigkeit eines HPC-Systems beschreiben, eine bestimmte Zahl an Daten von einem Knoten zu einem anderen Knoten innerhalb des Systems pro Sekunde zu transferieren.

Der Sequoia-Supercomputer steht im Lawrence Livermore National Labor und ist unter anderem für die Erforschung neuer Energiequellen im Einsatz. Der zum Einsatz kommende Arbeitsspeicher beiträgt 1,6 Petabyte.

Auf Platz zwei folgt Mira, ein Supercomputer mit insgesamt 49.152 Rechnereinheiten, die aus insgesamt 786.432 Prozessorkernen bestehen. Er befindet sich im Argonne National Labor, wird zu wissenschaftlichen Forschungszwecken eingesetzt (Klima, Erdbeben, Chemie, etc.) und kommt auf 14.328 GTEPS.

Supercomputer #3: JUQUEEN des Forschungszentrums Jülich

Auf dem dritten Rang schließlich steht ein Supercomputer aus deutschen Landen, der im Forschungszentrum Jülich seine Dienste verrichtet. Der HPC-Cluster nennt sich JUQUEEN und umfasst 262.144 Prozessorkerne, verteilt auf 16.384 Rechnereinheiten. Das beschert JUQUEEN einen GTEPS-Wert von 5.848. Der BlueGene/Q-basierte Supercomputer ist der Nachfolger von JUGENE und kommt vor allem in Projekten rund um Neurowissenschaften, computergestützte Biologie, Energie- und Klimaforschung sowie der Quantenphysik zum Einsatz.

Ach ja: Dank der innovativen Kühlungstechniken finden sich alle drei Supercomputer auf der Green Graph-500-Liste auf den fünf ersten Plätzen der energieeffizientesten Rechner im Bereich Big Data wieder.

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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2 thoughts on “IBM Supercomputer belegen die ersten Plätze der schnellsten HPC-Cluster

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