IBM System x: Neue Modelle mit mehr Leistung auf weniger Raum

By | 9. September 2014

IBM System x3650 M5Während der diesjährigen International Supercomputing Conference 2014 stand mir Oliver Kill, Geschäftsführer der pro-com AG für zwei Interview zur Verfügung. In dem einen spricht er über den großen IBM-Lenovo-Deal, und in unserem zweiten Gespräch blickt er auf ein Ereignis voraus, das genau heute stattfindet.

Gemeint ist die große Produktankündigung von IBM zum Thema System x. Diese x86-basierte Serverfamilie bekommt Zuwachs, und zwar in Gestalt einer brandneuen Modellreihe namens M5, also die fünfte Generation. Darüber hinaus kommen neue Storage-Lösungen auf den Markt, aber auch die bestehenden Systeme wie IBM System x3650 werden erneuert, wenngleich nur partiell.

Eines der bemerkenswerten Merkmale der IBM System x M5-Modelle ist der nigelnagelneue Serverprozessor von Intel, den der CPU-Hersteller heute vorgestellt hat. Sein Name: Intel Xeon E5-2600 v3, der ebenfalls zahlreiche interessante Features aufweist, die für deutlich mehr Leistung sorgen werden als in den bisherigen System x-Modellen. Zu denen bemerkenswerten technischen Eigenschaften des Intel Xeon 2600 v3 zählen wie folgt:

  • Mit 18 Kernen pro Prozessor und 45 Megabyte Last-Level-Cache konnte Intel die reinen Specs im Vergleich zur Vorgänger-CPU verdoppeln. Darüber hinaus unterstützt der Intel-eigene Befehlssatz AVX2 ab sofort 256 Bit breite Register, was sich bei der Verarbeitung bestimmter Befehle immens auswirken wird. Die Rede ist von einer nahezu verdoppelten Leistungsfähigkeit.
  • Der Intel Xeon E5-2600 v3 unterstützt etwa 70 Prozent mehr virtuelle Maschinen pro Server, was die Leistungsdichte der zugrunde liegenden Rechner deutlich verbessern wird. Folge: Die Betriebskosten pro Server gehen nach unten, darüber hinaus lassen sich die Anschaffungskosten reduzieren, da dieselbe Anzahl an Servern eine größere virtualisierte Umgebung liefert.
  • Der Intel Xeon E5-2600 v3 unterstützt den deutlich schnelleren DDR4-Speicher, der etwa 40 Prozent mehr Leistung beim Lesen und Schreiben von flüchtigen Daten erzielt. Folge: Vor allem datenintensive Anwendungen wie Datenbank-Applikationen werden von den beschleunigten RAM-Bausteinen profitieren. Dank des überarbeiteten Chipsatzes sind jetzt bis zu 1,5 Terabyte RAM möglich.
  • Dank neuer und überarbeiteter Techniken wird die Energieeffizient des Intel Xeon E5-2600 v3 und der zugehörigen Serversysteme weiter verbessert. Dazu trägt beispielsweise die Fertigungstechnik bei, die auf 22 Nanometer-Transistoren basiert, was einen geringeren Stromverbrauch und weniger Platzbedarf der CPU führt. Aber auch der neue Ethernet-Controller mit der Bezeichnung XL710 sorgt für mehr Leistung bei gleichzeitig geringerer Energieaufnahme.

All diese und weitere Verbesserungen der neuen Intel-Serverprozessoren ermöglichen schnellere IBM-Serversysteme vom Typ System x M5. Zu den neuen Modellen zählen wie folgt:

  • System x3650 M5: Leistungsstarker und vielseitiger 2U-Two-Socket Rack-Server, der für Anwendungen in den Bereichen Big Data, Analytics und Cloud optimiert wurde. Bei diesem System lassen sich zwölf 3,5 Zoll-Festplatten einbauen. Zudem nimmt das System bis zu vier PCI-Steckkarten auf.
  • IBM System x3550 M5System x3550 M5: Der kleine Bruder des x3650 M5 ist ein flexibler 1U-Two-Socket Rack-Server, der ein breites Spektrum an Workloads aus unterschiedlichen Branchen ermöglicht. Weiteres Merkmal: Drei PCI-Slots. Der x3550 M5 wurde als Applikationsserver konzipiert, bei dem die I/O-Leistung nicht im Vordergrund steht.
  • System x3500 M5: Hochleistungsfähiger, All-in-one 5U-Two-Socket Tower oder Rack-Server für unternehmenskritische Workloads.
  • IBM Flex System x240 M5Flex System x240 M5: Zwei-Sockel-Server für die Integration in ein Flex-Chassis für kompakte Server, die bis zu 14 verschiedene Komponenten aufnehmen können. Optimiert für Leistung, Mainstream-Virtualisierung und Unternehmensanwendungen. Für noch mehr I/O-Leistung lassen sich im x240 M5 eXFlash-DIMMs einbauen, was superschnelle lokale Speicherlösungen ermöglicht.
  • NeXtScale nx360 M5: Halbbreiter 1U Compute-Server für hohe Serverdichte, Flexibilität und Leistung. NeXtScale nx360 M5-Maschinen kommen vor allem bei Internet Service Providern, und für Cloud- und HPC-Anwendungen zum Einsatz.
  • IBM NeXtScale mit WasserkühlungNeXtScale System mit Wasserkühlungstechnologie: Dabei handelt es sich quasi um den Nachfolger der iData Flex-System. In diesem Serversystem kommt eine eigene Wasserkühlung für einen energie- und kosteneffizienten Betrieb zum Einsatz. Dieses System wird kommt zum ersten Mal in der zweiten Ausbaustufe des SuperMuc eingesetzt. Mit diesem Mode-basierten  Kühlungssystem lassen sich auf Basis einer Kaltwasserkühlung etwa 10 Prozent Strom sparen, mit einer Warmwasserkühlung wie beim SuperMuc wird sogar eine Verbesserung der Energieeffizienz von 40 Prozent erreicht.

Weitere Informationen rund um die neuen und verbesserten IBM-Systeme finden Sie in den nächsten Tagen auf dem Hightech Computing Blog.

 

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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