IBM NeXtScale mit Intel Xeon Phi oder Nvidia Kepler GPU-beschleunigen

By | 23. April 2014

IBM NeXtScale System GPU-ErweiterungÜber die neue Generation der Highend-Server-Architektur NeXtScale von IBM habe ich hier schon des Öfteren berichtet. Sei es in Form eines Grundlagenartikels oder mithilfe eines Interviews mit der transtec AG oder live von der CeBIT – immer stand das neuartige Serversystem im Vordergrund, das hochmodulare HPC-Systeme auf engstem Raum ermöglicht.

Heute geht es aber nicht um die reine Rechenleistung von IBM NeXtScale, sondern um die zusätzliche Grafikperformance, mit der sich die HPC-Rechner ab sofort bestücken lassen. Und zwar entweder mit Co-Prozessoren der Marke Intel Xeon Phi oder den CPUGPUs der Firma Nvidia, die auf der Kepler-Architektur basieren.

Beiden Techniken ist eines gemein: Sie beherrschen die Kunst der hochbeschleunigten 2D- und 3D-Visualisierung von komplexen Inhalten, die beispielsweise bei der Simulation von Erdbebenphänomenen eine große Rolle spielt. Damit lassen sich künftig noch spezialisiertere Maschinen bauen, die exakt den Bedürfnissen der Anwender entsprechen.

NeXtScale Systeme wachsen mit ihrer Aufgabe

Das bedeutet zum Beispiel, das ein NeXtScale-basierter HPC-Rechner für ein bestimmtes Projekt mit einer Minimalausstattung gekauft wird, der genau die Aufgaben erledigt, für die der Server bestimmt ist. Kommen dann neue oder zusätzliche Rechenaufgaben hinzu, lässt sich das System mit relativ geringem Aufwand erweitern, und das exakt anhand der gegebenen Projektanforderungen. Modular eben.

Für die neuen GPU-Erweiterungsmöglichkeiten stehen bereits diverse Produkte zur Verfügung. Auf der Intel-Seite handelt es sich um die Modelle Intel Xeon Phi 5110p und 7120p, für Nvidia sind das die GPU-Beschleuniger Tesla K40, K20x, K10, VGA K1 und K2. In sämtlichen Fällen wird die GPU-Erweiterung mithilfe des PCI Express-Kartenslots im IBM-System verbaut. Pro NeXtScale nx360 M4-Server lassen sich entweder zwei Intel- oder zwei Nvidia-Coprozessoren für schnellere GPU-Berechnungen integrieren.

Intel Xeon Phi oder Nvidia Kepler? Hängt davon ab…

Die Frage, ob Intel Phi oder Nvidia Kepler besser zur IBM NeXtScale-Maschine passt, lässt sich mit einem „Kommt darauf an“ beantworten. Da sich beide Techniken nämlich fundamental unterscheiden, hängt es stark von der geplanten Anwendung ab, die auf dem IBM-System laufen soll. Firmen wie die transtec AG setzen beide GPU-Architekturen ein, um beispielsweise Remote 3D-Visualiserungen umzusetzen. Aber auch hochkomplexe Simulationsberechnungen und die Display-Ausgabe derselben stehen auf der Liste der möglichen GPU-Anwendungen.

Bitte folgen

Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
Bitte folgen

Schreibe einen Kommentar