IBM mit neuen POWER-Servern für hybride Cloud-Umgebungen

By | 12. Mai 2015

IBM POWER SystemDas Thema Hybrid Clouds macht schon seit geraumer Zeit die Runde, davon konnte ich mich zuletzt auf der CeBIT selbst überzeugen, aber auch schon auf früheren Veranstaltungen. Zu schwer wiegen einfach die Vorteile dieser Mixtur aus Datensicherheit einer Private Cloud und Flexibilität und Leistungsfähigkeit von Public Clouds.

Klar ist aber auch: Es müssen zahlreiche Voraussetzungen erfüllt sein, damit die eigene Hybrid Cloud den strengen Anforderungen eines Unternehmens in Sachen Datenschutz und Performance entspricht.

IBM erweitert Hard- und Software-Portfolio für Hybrid Clouds

Das weiß natürlich auch IBM und hat daher ganz aktuell neue und verbesserte Hardware und Software vorgestellt, die einen weiteren notwendigen Schritt in Sachen Hybrid Cloud Computing darstellen. Dazu gehört beispielsweise eine Hardware-Plattform, die ordentlich skaliert, wenn auf einmal nicht 1.000, sondern 10.000 oder gar 100.000 Anwender gleichzeitig auf die Cloud-Umgebung zugreifen. Zudem benötigt man für eine funktionierende Hybrid-Cloud auch die passende Software, mit der die Cloud-Architektur verwaltet und abgesichert werden kann.

Diese neue, hybrid-cloud-taugliche Hard- und Software umfasst die folgenden Komponenten bzw. Systeme:

Die zwei IBM Power-Systeme mit den Endungen E850 und E880 adressieren Cloud Service Provider sowie mittelgroße bis große Unternehmen, die Cloud-Anwendungen Off- oder On-Premise bereit stellen und verwalten wollen. Hierfür bietet das E850 vier Prozessorsockel und einen Arbeitsspeicher, der bis zu 4 Terabyte umfassen kann. Damit sind beispielsweise leistungshungrige und äußerst performante In-Memory-Datenbanken möglich. Und das POWER-System E880 wurde auf 192 Prozessorkerne erweitert. Daraus ergibt sich eine Skalierbarkeit, die sich mithilfe bestimmter Techniken wie IBM DB2 und DB2 Blu Acceleration linear verhalten soll.

Neue Software für eigene Software-Defined Storage-Umgebungen

Software-seitig hat IBM ebenfalls eine ganze Menge an neuen Anwendungen und Lösungen vorgestellt. Das ist zum einen IBM Spectrum Control Storage Insights, eine Software-Lösung für das Konfigurieren und Verwalten von Software-Defined Storage-Umgebungen, und das als Hybrid-Cloud-Infrastruktur. Dabei soll Spectrum Control in weniger als 30 Minuten einsatzbereit sein und die komplette Speicherlandschaft anschaulich darstellen. Zudem ist die Software für das Analysieren und Optimieren der Speicherkapazitäten zuständig, woraus sich laut IBM deutlich geringere Speicherkosten pro Gigabyte ergeben.

Mit IBM XIV der dritten Generation soll obendrein die Integration von VMware 6.0 und Microsoft Azure Site Recovery einfacher werden, womit sich die eigene XIV-Storage-Umgebung wie ein Cloud-Dienst verhält. Für eine optimale Ausnutzung der Speicherkapazitäten setzt IBM XIV einen Kompressionsalgorithmus ein, der in Echtzeit Daten um den Faktor 0,5 bis 0,8 eindampft, was die Bandbreite und den Speicher schont.

Ebenfalls vorgestellt, wenngleich in einer Preview-Version, hat IBM eine Big-Storage-Technik, mit der man riesige Datenmengen innerhalb einer Cloud-Umgebung bestmöglich und kostengünstig archivieren kann.

IBM POWER und IBM XIV im Videochat von den Münchner Breakfast Briefings

Das Tolle an diesen Neuvorstellungen ist die Tatsache, dass sie nächste Woche auf der Münchner Ausgabe der IBM Breakfast Briefings im Detail vorgestellt werden. Da ich ebenfalls auf dem IBM-Event sein werde, ausgestattet mit meinem Videoequipment, gibt es im Anschluss an die Veranstaltung ein, zwei, drei interessante Interviews in Bewegtbildern, mit denen ich noch viel mehr Infos zu IBM POWER E850/E880, IBM XIV und Co. präsentieren werde.

Und, was würden Sie gerne wissen wollen zu den neuen Systemen und Software-Lösungen?

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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