IBM-Lenovo-Transition steht nichts mehr im Wege

By | 20. August 2014

Die geplante IBM-Lenovo-Transition ist endgültig genehmigt wordenAuf diese Nachricht werden sicherlich viele Menschen sehnlichst gewartet haben: die geplante IBM-Lenovo-Transition ist von der US-Regierung abgesegnet worden. Genauer gesagt, der zuständige Regierungsausschuss namens Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) hat dem geplanten Verkauf der x86-Serversparte von IBM an den chinesischen Computerhersteller Lenovo grünes Licht erteilt. Damit kann der Übergang planmäßig vonstatten gehen.

Das freut wohl nicht nur IBM-Partner wie die pro-com AG, mit deren Geschäftsführer Oliver Kill ich auf der International Supercomputing Conference 2014 ein Interview geführt habe, in dem er sich sehr zuversichtlich über die geplante Transition äußert. Denn nach seinen Worten wird die Übernahme der x86-Serversparte durch Lenovo gerade der in der Breite immer noch unterrepräsentierten HPC-Branche einen wichtigen Schub verleihen. Oder wie Kill es formuliert: „Das was mit dem IBM Thinkpad-Deal vor zehn Jahren prima geklappt hat, sollte mit dem x86-Server-Geschäft ebenfalls gelingen.“

Dieter Stehle von IBM blickt dem x86-Server-Sparten-Verkauf optimistisch entgegen

Ganz ähnlich sieht es Dieter Stehle, seines Zeichens Director System x Business Unit IBM DACH, der sich erst kürzlich auf Nachfrage des ChannelBiz sehr optimistisch zeigte, dass die notwendige Zustimmung seitens des CFIUS bald erfolgen werde – und sollte damit ja recht behalten. Somit kann der geplante IBM-Lenovo-Übergang zum 1. November in Deutschland erfolgen, in den USA wird die Transition laut Stehle sogar schon im September über die Bühne gehen.

Damit sich für Kunden und IBM-Partner möglichst wenig ändert, gibt es diverse Vereinbarungen, die IBM und Lenovo gemeinsam entwickelt und unterschrieben haben. Dazu gehören unter anderem OEM- und Reseller-Agreements, u.a. für die Speicherlösungen der Marke Storwize aber auch GPFS und SmartCloud Entry sind von diesen Vereinbarungen betroffen. Darüber hinaus hat IBM auf seine x86-Server einen Garantiezeitraum von fünf Jahren festgeschrieben.

x86-Server im Herbst mit zahlreichen Updates

Mit der IBM-Lenovo-Transition gehen vollständig überarbeitete Server-Produkt-Updates einher, die im September der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen. Dazu gehören neue und aktualisierte Komponenten wie die Intel Xeon-Prozessoren für Server, die im Herbst auf den Markt kommen sollen. Aber auch in Sachen Flash-Speichertechnik wird IBM weiterhin feilen, sodass auch in dieser Hinsicht mit Leistungszuwächsen zu rechnen ist.

Um der aktuellen Verunsicherung entgegenzuwirken, die IBM bei Gesprächen erfährt, ist eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe „The Art of Success“ geplant, und zwar für den September und darüber hinaus (also viertes Quartal 2014). Daneben sind zusätzliche Roadshows und Workshops geplant. Letztere sollen quartalsweise gemeinsam mit SAP zum Thema HANA stattfinden.

Weitere Informationen und zahlreiche Antworten auf die wichtigsten Fragen findet man auf der zugehörigen IBM-Seite. Dort spricht unter anderem Adalio Sanchez über die Hintergründe des Deals. Aber auch eine genaue Liste der betroffenen IBM-Produkte und eine FAQ-Liste befinden sich auf dieser Webseite.

 

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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2 thoughts on “IBM-Lenovo-Transition steht nichts mehr im Wege

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