IBM Breakfast Briefings 2015 in Köln: ein POWER-basiertes Fazit

By | 21. Oktober 2015

Gestern noch in Köln, heute schon wieder in München. So ist das nun einmal als digitaler Nomade. Und es hat sich gelohnt. Meine Mission: Umfängliche Berichterstattung der Kölner Ausgabe der IBM Breakfast Briefings 2015, die im Rahmen des großen IBM-Events Business Connect stattgefunden hat.

Ein erstes Fazit: Das Event im Event war ein voller Erfolg angesichts zahlreicher Tweets, Retweets, Facebook-Einträge, vieler schöner Fotos und zwei längerer Video-Statements. Und mit Sascha Pallenberg und Florian Bender konnte ich auch ein wenig plaudern. Aber der Reihe nach.

Los ging das Event pünktlich um 9:30 Uhr, und zwar mit dem Vortrag von Dr. Wolfgang Maier, der fast schon so etwas wie eine feste Größe der Breakfast Briefings ist.

Seine Session handelte von den Hardware-Entwicklungen der vergangenen und kommenden Jahre, und so war es wenig erstaunlich, dass er über künftige Prozessoren (POWER9) und aktuelle CPUs (POWER8) sprach.

Bemerkenswert fand ich unter anderem diese eine Folie, auf der man gut erkennen konnte, dass ein Prozessor mit weniger Kernen einen Prozessor mit mehr Kernen in Sachen maximale Threads locker aussticht, wenn der Chip entsprechend effizient arbeitet. Natürlich geht das ein wenig zu Lasten des Energieverbrauchs.

Schick am IBM POWER-Konzept sind auch die zahlreichen Hardware-Accelatoren, deren Zahl auch dank der OpenPOWER Foundation stetig wächst. Damit lassen sich bestimmte Aufgaben deutlich besser und mit mehr „Power“ erledigen.

Apropos OpenPOWER Foundation: Die Liste (in diesem Fall in Form von konzentrischen Kreisen) der teilnehmenden Firmen wird ebenfalls immer länger. Da ist tatsächlich eine große Community in Bewegung geraten.

Und zum Abschluss von Dr. Maiers Vortrag musste ich dann noch ein wenig „poetisch“ werden, bei all den vielen POWER-Möglichkeiten, die diese offene Vereinigung bietet.

Im Anschluss an Wolfgang Maier betrat dann Uli Walter die „Bühne“ der Breakfast Briefings. Seinen Vortrag werde ich allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt betrachten.

Danach ging es mit sehr detaillierten Informationen rund um IBM Power weiter.

Womit beginnt so ein Vortrag idealerweise? Genau, mit einer schönen Übersicht, und genau das tat Stefan Gocke dann auch.

Und was dabei ebenfalls nicht fehlen darf: die Gegenüberstellung eines Produkts der Vorgängergeneration mit einem aus der aktuellen. So geschehen anhand einer POWER7- und POWER8-basierten Maschine.

Doch was wäre solch ein technischer Vortrag ohne eine reale Anwendung und wie diese von der aktuellen Technik profitiert. Also zauberte Stefan eine Folie auf die Leinwand, die den Einsatz von Oracle 11g auf einem POWER8-System eindrucksvoll belegt.

Doch nicht nur anhand der reinen Hardware-Leistung darf man Hochleistungssysteme wie die POWER8-Geräte beurteilen. Wichtig ist auch die passende Software, mit der sich die Rechner möglichst komfortabel administrieren lassen. Bei IBM nennt sich die zugehörige Anwendung IBM HMC (Hardware Management Console), die Stefan Gocke den Anwesenden anschaulich näher brachte.

Apropos Software: Die IBM POWER-Plattform ist nicht auf ein einziges Betriebssystem festgelegt. Das sorgt natürlich für eine größere Varianz an möglichen Anwendungen – und Kunden.

In diesem Zusammenhang wies Stefan auf eine Besonderheit des Unix-eigenen Systems von IBM, AIX, hin. Diesem bescheinigte nämlich das IT-Unternehmen ITIC die bestmögliche Verfügbarkeit am Markt, und das zum zweiten Mal hintereinander.

Am Schluss wurde es dann noch einmal so richtig technisch. Stefan sprach nämlich eine ganze Weile von SR-IOV, was für Single Root I/O Virtualization steht. Diese Technik stellt eine Erweiterung von PCI dar und erlaubt es, ein einziges PCI-Gerät so zu verwalten, als ob es sich dabei um viele separate PCI-Komponenten handelt.

So, und wer wissen will, was es alles an Informationen zu den Themen Cloud und Storage zu sagen gab, sollte die nächsten Tage dieses Blog auf keinen Fall aus den Augen verlieren. Und eine Überraschung sowie zwei Videostatements haben wir ebenfalls noch im Köcher.

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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