Happy Birthday, IBM POWER-Systeme: 25 Jahre volle Leistung

By | 23. Juni 2015

IBM Power Systems S812L, eines der ersten System mit POWER8 CPUWussten Sie eigentlich, dass IBM POWER-Systeme in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiern? Denn im Jahr 1990 (in dem wir auch zum dritten Mal Fußballweltmeister wurden) erblickte die POWER-Architektur das Licht der Welt. Und das im Gewand des IBM RS/6000-320, das folgende technische Merkmale aufwies:

  • IBM POWER1-Prozessor, dessen einziger RISC-Kern mit 20 MHz getaktet wurde
  • Hauptspeicher: 8 bis 128 Megabyte
  • interne Festplatte: 160 bis 800 Megabyte
  • integrierter SCSCI-Controller

Seitdem hat sich eine Menge geändert. So kamen im Laufe der Jahre neue Prozessoren wie der POWER2 (1995), POWER4 (Dual Core, 2001) und der POWER6 (2007) auf den Markt, deren Funktionen und Leistungsdaten kontinuierlich ausgebaut resp. verbessert wurden. 25 Jahre später ist der POWER8-Prozessor das Maß aller Dinge, der im 22-nmn-Fertigungsverfahren gebaut wird und schon so manche Hochleistungsmaschine hervorgebracht hat.

POWER1 kommt immer noch auf dem Mars zum Einsatz

Und doch, trotz all der technischen Verbesserungen der letzten Jahre, kommt der POWER1-Prozessor noch heute zum Einsatz. Und zwar in Gestalt des Mars Exploration Rover MER-B, der auf dem roten Planten seit Anfang 2004 seine Dienste verrichtet. Natürlich geht es auf dem Mars auch moderner zu: Der Wissenschaftsroboter Curiosity, der seit dem 6. August 2012 den zweitkleinsten Planeten unseres Sonnensystems anhand von Gesteinsproben und anderen Parametern erforscht. Hierfür kommt ebenfalls ein POWER-Prozessor zum Einsatz, und zwar der PowerPC 750, der zur dritten Generation der PowerPC-CPUs gehört und ja unter anderem in Mac-Rechnern steckte.

Doch nicht nur mit Rechenleistung und Langlebigkeit kann die POWER-Architektur punkten, sondern auch mit einer enormen Widerstandsfähigkeit seiner Server. So „überlebte“ beispielsweise im IBM Tokyo Datacenter eine komplette IBM POWER-Serverinstallation ein Erdbeben der Stärke 8.9, das sich im März 2011 zutrug. Es waren weder größere Ausfälle noch ein Wechsel des Datencenters erforderlich. Nach ein paar „Aufräumarbeiten“ konnten die POWER-Maschinen wie gewohnt ihre Arbeit verrichten. Und während des „Dynamic Beam“ Experiments wurde ein IBM POWER 780-Server mit der enormen Ladung von 20 Milliarden Protonen „beschossen“, was der IBM-Großrechner nahezu unversehrt überstand. Damit ließ sich nachweisen, dass die Mainframe auf eine theoretische Laufzeit von eine Million Jahre kommt.

IBM-Server lassen sich seit 1967 virtualisieren

Mit der POWER-Architektur geht ein weiterer, wichtiger technischer Aspekt einher: die Möglichkeit, Server zu virtualisieren, und das seit 1967. In diesem Jahr entwickelte IBM einen Hypervisor, der als Basis für die Virtualisierung von Mainframe-Systemen vom Typ IBM System/360 diente. Bis zur physikalischen Partitionierung dauerte es dann zwar noch ein paar Jahre (1973), aber spätestens seit 1987 hat sich die Virtualisierung mit Einführung des LAPR-Konzepts auf Großrechnern durchgesetzt. 2001 kam dann die LPAR-Technik auf die POWER4-Maschinen, die sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt hat. Heute sorgen Konzepte wie PowerVM Active Memory Sharing, Shared Processor Pools und Single Root-I/O Virtualization für leistungsfähige Maschinen.

POWER-Maschinen begleiten die voranschreitende Digitalisierung

IBM POWER SystemUnd so wird die POWER-Architektur dafür sorgen, dass sich die veränderte digitale Welt besser und besser an den Anforderungen der Anwender orientiert. Dazu gehören unter anderen folgende Fragen resp. Erkenntnisse:

Für all diese und weitere Anwendungsszenarien kommen POWER-Maschinen zum Einsatz, und eine Ende neuer Techniken ist nicht in Sicht. Dafür sorgen neue Ansätze wie SAP HANA auf POWER-Systemen, aber auch die OpenPOWER Foundation mit ihrem offenen Ansatz und dem Zusammenspiel zahlreicher Hersteller und Anbieter von Hardware und Software wird dafür sorgen, dass POWER auch weiterhin eine leistungsfähige Plattform ist.

Veranstaltungshinweis: Diese und weitere Informationen sind Teil der IBM Breakfast Briefings, die vor der Sommerpause noch Halt in Halle (23.6.), Ehningen (7.7.) und Frankfurt/Main (14.7.) machen. Bei Interesse melden Sie sich am besten über den hinterlegten Link an.

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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