Die HPC-Trends 2014 aus transtec-Sicht: IBM NeXtScale, Intel Xeon Phi und RAM-Clustering

By | 11. Dezember 2013

Bei Bayer HealthCare kommt künftig ein HPC-Cluster der Marke IBM Flex System zum EinsatzDass IBM und die Firma transtec aus Tübingen gemeinsam HPC-Projekte stemmen, ist aufmerksamen Lesern dieses Blogs sicherlich nicht entgangen. Dabei haben wir unter anderem von einem ganz neuen Kundenprojekt berichtet, dass die Installation eines IBM-basierten HPC-Clusters bei Bayer HealthCare vorsieht, auf dem künftig aufwendige Berechnungen zur DNA-Sequenzierung durchgeführt werden sollen.

Dieses HPC-Cluster basiert auf IBM Flex System, das insgesamt aus 34 Recheneinheiten besteht. Das ist für ein Unternehmen wie Bayer HealthCare sicherlich die passende Infrastruktur, gerade für kleinere und mittlere Firmen sind aber neue, flexiblere HPC-Lösungen vonnöten. Und die stellen sich laut Oliver Tennert von der transtec AG in der IBM NeXtScale System-Lösung dar, da sie gerade für Mittelstandsfirmen eine prima Ergänzung zu den bisherigen HPC-Lösungen IBM iDataPlex und IBM Flex System sind.

Mit NeXtScale flexible HPC-Lösungen für den Mittelstand schaffen

Denn das Besondere an IBM NeXtScale ist laut Tennert der modulare Aufbau und die flexible Konfiguration, womit sich NeXtScale-Recheneinheiten in Standard-Serverschränken sehr bequem einbauen lassen. Damit kann man individuelle Servergrößen ganz einfach realisieren.

Ein weiteres Argument für IBM NeXtScale ist die variable Nutzung der 12 Einschübe, mit denen sich ein Serversystem bestücken lässt. So kann man beispielsweise Storage-Komponenten mit einer Bauhöhe von 3U mit GPU-Einheiten von 1U oder 2U kombinieren. Zudem lassen sich NeXtScale-Servereinheiten miteinander kombinieren, sodass der Kunde stets das HPC-System bekommt, das er für seine Zwecke benötigt.

Zwar wurden bis heute noch keine Projekte seitens der transtec auf Basis der IBM NeXtScale realisiert, aber es sind bereits zahlreiche Angebote draußen, die zeigen, dass das neue HPC-System der IBM gerade im Industriesektor das HPC-Clustersystem der Zukunft werden könnte.

Die Zukunft des Supercomputing: Kompatible Lösungen, Intel Xeon Phi und parallele Dateisysteme

IBM NeXtScale System n1200Doch wie sieht transtec die Zukunft des Supercomputing? Auch dazu hat Oliver Tennert eine dedizierte Meinung. So sieht er – wie das Marktforschungsunternehmen IDC – den HPC-Markt als kontinuierlich wachsend an, was seiner Firma und der gesamten Branche weiterhin interessante Projekte verspricht.

Dabei hilft die Tatsache, dass es immer noch viele potenzielle Kunden gibt, die das Thema High Performance Computing für ihre Zwecke gerade erst entdecken, da ihre Anwendungen geradezu prädestiniert sind für Supercomputing & Co. Hierzu zählen immer öfter kleinere Unternehmen, die einen großen Bedarf an HPC-Lösungen haben. Zudem sieht Tennert den HPC-Markt als ein sehr stabiles Gebilde an, da sich die Technologien zwar weiterentwickeln, dabei aber seit vielen Jahren auf eine möglichst hohe Kompatibilität geachtet wird.

Das macht es vor allem aus Applikationssicht sehr viel einfacher, da immer weniger aufwendige Portierungen erforderlich sind, wie das noch vor 20 Jahren der Fall war. Und aus technologischer Sicht, was wird sich da vor allem im nächsten Jahr ändern?

Der GPGPU-Markt wird sich 2014 weiterentwickeln

Nun, hier sieht Oliver Tennert die größten Veränderungen im GPGPU-Markt, da die Intel Xeon Phi Co-Prozessoren das Bild ein wenig verändern könnten. Oder wie er sagt: „Hier wird eine echte Technologiekonkurrenz entstehen.“ Aber auch das Thema parallele Dateisysteme wie IBM GPFS wird laut Tennert immer mehr an Bedeutung gewinnen, wovon künftig nahezu alle Anwendungen und alle Branchen profitieren werden.

Denn eines ist sicher: Die rasante Zunahme von großen Datenmengen wird uns erhalten bleiben. Und das wiederum wird für neue Systeme sorgen, die dank großer Hauptspeicher und vSMP-Systemen (Virtual Shared Memory Processing) noch besser mit Big Data umgehen können.

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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2 thoughts on “Die HPC-Trends 2014 aus transtec-Sicht: IBM NeXtScale, Intel Xeon Phi und RAM-Clustering

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