Das war #WhatsUpIBM Frankfurt – Rückblick in Tweets (Teil 1)

By | 10. November 2016

Am Montag folgte ich zum letzten Mal im diesem Jahr dem Ruf von IBM. Es ging nach Frankfurt am Main, wieder einmal mit dem Zug.

Dort stand nämlich die achte und letzte Ausgabe von #WhatsUpIBM 2016 auf dem Programm, und da durfte und wollte ich natürlich nicht fehlen. Wie immer fand das  Ganze in schickem Ambiente statt, in diesem Fall trafen sich IBM-Kunden, -Partner und -Experten in den Design Offices, unweit des Frankfurter Hauptbahnhofs.

Nach guter alter Tradition eröffnete Dr. Wolfgang Maier vom IBM-Labor zu Böblingen #WhatsUpIBM mit der Frage „Quo vadis, IT?“. Darauf hatte er wie immer zahlreiche Antworten parat, gestützt von zwei Studien, die jährlich im Auftrag von IBM erstellt und publiziert werden.

Das ist zum einen die Global C-Suite Studie, mit der CEO, CTO und Co. zu ihren Einschätzungen des IT-Markts befragt werden. Diese Studie fördert regelmäßig interessante Einblicke bezüglich der IT-Landschaft und ihrer Manager zutage.

Dabei zeigt sich zum Beispiel, dass technische Überlegungen bei den aktuellen CEOs sehr weit höher im Kurs stehen als noch vor ein paar Jahren. Zudem reift die Erkenntnis, dass die Forderung nach mehr direkter Kommunikation auf digitalen Kanälen und der gleichzeitigen individuellen Ansprache von Kunden keinen Widerspruch darstellt.

Die zweite Studie, die Dr. Maier während seines Vortrags beleuchtete, nennt sich Global Technology Outlook. Dabei steht ein technischer Ausblick der nächsten drei bis zehn Jahre im Vordergrund.

So zeigen die Ergebnisse dieser Studie beispielsweise, dass aktuell gerade einmal 10 Prozent aller Daten zur weiteren Verarbeitung herangezogen werden. Im Umkehrschluss bedeutet das einen Verlust von 90 Prozent wertvoller Daten, die bei geschicktem Einsatz neuer Techniken nützliche Erkenntnisse für das Unternehmen liefern würden. Darüber müssen Firmen künftig sehr viel mehr nachdenken.

Dieser „Datenverlust“ hat unter anderem damit zu tun, dass die aktuellen Prozessoren für das Analysieren und Bewerten dieser enormen Datenmengen gar nicht gewappnet ist. Wie gut, dass IBM bereits seit geraumer Zeit an der TrueNorth-Architektur arbeitet, wie mir Thilo Mauerer in folgendem Video anschaulich erläutern konnte.

Diese enormen Datenvolumen kommen vor allem durch den Einsatz neuer Techniken zustande. Dazu gehört beispielsweise das Internet der Dinge oder Internet of Things, so wie es heute bereits in Kombination mit digitalen Blutdruckmessgeräten, Fitnessarmbändern, etc. zum Einsatz kommt. Damit erfassen wir nämlich unsere eigenen Gesundheitswerte, was im Laufe eines Lebens etwa ein Terabyte an Daten ergibt – Tendenz steigend.

Im Anschluss an Dr. Maier betrat Thomas Harrer die „Bühne“, um über das Thema Hybride Cloud-Infrastrukturen zu sprechen. Den Anfang seines Vortrags machte ein Beispiel aus dem echten Leben, so wie es bei einem Versicherungsunternehmen derzeit zum Einsatz kommt. Dabei spielt das Thema Internet of Things übrigens auch eine Rolle.

Interessant bei all den Diskussionen rund um das Thema Cloud Computing ist die Tatsache, dass die Mainframe, so wie wir sie mittlerweile seit mehr als 50 Jahren kennen, gerade in Hybriden Cloud-Umgebungen immer noch zum Einsatz kommt. Denn immer dort, wo transaktionale Daten schnell, sicher und zuverlässig gespeichert werden müssen, sorgen Mainframe-Rechner genau dafür.

Bemerkenswert war während Thomas Harrers Vortrag auch eine der Mini-Umfragen, die mithilfe der #WhatsUpIBM-App regelmäßig unter den Teilnehmern durchgeführt werden. Diese brachte nämlich zum Vorschein, dass das Einbinden externer Cloud-Services für die Anwesenden ganz weit oben auf der Agenda steht.

Dabei sind Cloud-Infrastrukturen doch viel mehr als nur das Nutzen externer Angebote, wie die nächste Folie zeigt. Denn immer öfter wird die klassische IT-Umgebung von Cloud-Installationen abgelöst, sofern die Voraussetzungen wie das Virtualisieren und Automatisieren der IT-Landschaft innerhalb des Unternehmens gegeben sind.

Dann gelingt auch das Verschmelzen der eigenen, privaten Cloud mit öffentlich zugänglichen Cloud-Diensten, und das auf Basis zahlreicher Cloud-Schnittstellen, wie sie beispielsweise IBM im Portfolio hat.

Als einer der treibenden Kräfte in Sachen Cloud Computing achtet IBM selbstverständlich darauf, dass die passenden Server und Prozessoren verfügbar sind. Und so sprach Birgit Schwarz genau darüber: über IBM POWER und die Pläne und Aussichten dazu.

Was bei der eigenen Server-Landschaft immer mehr im Vordergrund steht, ist die Sicherheit und Hochverfügbarkeit dieser IT-Umgebung. Um dies zu illustrieren, zeigte sie ein Bild vom IBM-Office in Tokyo, das vom heftigen Erdbeben 2011 erschüttert wurde. Zwar fielen zahlreiche POWER-Server um, ohne allerdings ihren Dienst zu quittieren. Das nenne ich mal echte Zuverlässigkeit.

Wichtig ist neben der Zuverlässigkeit eines Server natürlich auch dessen Rechenleistung, die bei den POWER8-Prozessoren von zahlreichen Faktoren maßgeblich beeinflusst wird. Neben den vielen Millionen Transistoren und großen Caches spielt die SMT8-Technik ein entscheidende Rolle. Wie sich das auf die Leistungsfähigkeit von Software-Anwendungen auswirken kann, hat mir Thilo Mauerer in einem Videointerview verraten.

Ebenfalls wichtig und erst seit kurzem bei IBM-POWER8-Servern erhältlich ist eine schnelle Verbindung zwischen Prozessor und Grafikeinheit. Da diese in vielen Fällen einen enormen Flaschenhals darstellt, wird in den aktuellen IBM-Servern wie dem IBM Power System S822LC die NVIDIA NVLink verbaut. Damit sind Bandbreiten zwischen CPU und GPU von bis zu 80 GB/s möglich. Das gilt auch für die GPU-Einheiten, falls mehrere im Rechner zum Einsatz kommen.

Damit die IBM-Server auch weiterhin so leistungsfähig bleiben, forscht und entwickelt IBM bereits an POWER9- und POWER10-Prozessoren. POWER9 kommt laut Prognose 2017 auf den Markt, bei POWER10 sagen die IBM-Auguren 2020 voraus. Da kann man sehr gespannt sein, welche neuen und verbesserten Techniken diese CPUs beherbergen.

Und falls Sie gespannt sind, was während #WhatsUpIBM Frankfurt noch alles passiert ist, sollten Sie den zweiten Teil des Rückblicks auf keinen Fall verpassen.

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Michael Hülskötter

Ich schreibe im Auftrag der IBM Deutschland GmbH auf dem Hightech Computing Blog.
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