Monthly Archives: Juli 2016

#WhatsUpIBM Videochat: Das bedeutet das Ende von Moore’s Law für IBM

Es ist gefühlt schon wieder eine Ewigkeit her (time ist flying), und doch war es erst vor knapp zwei Wochen: die letzte Ausgabe von #WhatsUpIBM, zumindest vor der Sommerpause. Was auf dem fünften Event in Stuttgart inhaltlich alles geboten wurde, habe ich in einem ausführlichen Blogpost bereits zusammengefasst.

Heute kommt eine der Protagonistinnen der Veranstaltung zu Wort, nämlich Frau Birgit Schwarz, die ein wenig darüber erzählt, worauf sich Prozessorhersteller wie IBM künftig einstellen müssen, wenn das Gesetz eines gewissen Herrn Moore nicht mehr vollständig anwendbar ist. Er war einer der Gründer des Chip-Giganten Intel und hat im Jahr 1965 die These aufgestellt, dass sich die Prozessorleistung alle 12 bis 24 Monate verdoppelt, da sich die Anzahl der vorhandenen Transistoren permanent verdoppelt.

Das Moore’sche Gesetz gilt bald nicht mehr, das weiß auch IBM

Dem ist allerdings bald nicht mehr so, da man mittlerweile bei Transitorgrößen angekommen ist, die sich künftig nicht mehr beliebig reduzieren lassen. Daher lautet die alles entscheidende Frage: Wie kann ich trotz des Abhandenkommens von Moore’s Law die Prozessor- resp. Systemleistung weiter erhöhen?

Genau damit beschäftigen sich ca. 300 Hardware-Entwickler im IBM-Labor in Böblingen, in dem Frau Schwarz ihrer Arbeit nachgeht. Die hat ganz viel mit den POWER-Prozessoren von IBM zu tun. Während unseres Gesprächs konnte ich eine Menge interessanter Dinge lernen:

  • Aktuell arbeiten die Entwickler und Ingenieure von IBM an 14-Nanometer-Prozessoren, die nächstes Jahr auf den Markt kommen werden.

Tja, und den Rest erzählt Birgit Schwarz am besten selbst. Na dann: Film ab!

Rückblick in Tweets: das war #WhatsUpIBM Stuttgart [Upd]

Letzte Woche war es wieder einmal soweit: Da begab ich mich im Auftrag von IBM auf die fünfte Ausgabe von #WhatsUpIBM, um von dort ganz exklusiv und sehr live zu berichten. Mit dabei waren viele bekannte Gesichter, aber auch neuen Menschen bin ich begegnet. Und natürlich gab es wieder zahlreiche nützliche Informationen für alle diejenigen, die sich auf den Weg gemacht hatten in die Design Offices Stuttgart.

Los ging es mit einer kurzen Keynote-Vortrag von Petra Leißle, die das IBM Systems Channel-Geschäft der DACH-Region verantwortet. Dabei drehte sich vieles um die Frage, wie die Infrastruktur der Zukunft helfen kann, die passenden Antworten auf die großen Big Data-Herausforderungen zu finden. Eine davon lautet auf jeden Fall: SAP HANA auf POWER.

Anschließend ging es weiter mit einem der bereits erwähnten bekannten Gesichter, und zwar in Gestalt von Dr. Wolfgang Maier, der wieder eine ganze Menge zur Frage „Quo vadis, IT?“ zu sagen hatte.

Interessant an seinen Ausführungen waren unter anderem die Ergebnisse einer Studie, die IBM jedes Jahr neu erstellen lässt. Dabei wird beispielsweise gefragt, wie wichtig bestimmte externe Einflüsse auf das Unternehmensergebnis sind. Hier hat sich in Köpfen der CEOs vor allem festgesetzt, dass die technologischen Rahmenbedingungen auf jeden Fall stimmen müssen.

Zudem wird der digitalen Transformation ein immer höherer Stellenwert beigemessen, selbst wenn das noch lange nicht alle Unternehmen „vorleben“.

Eine Folie, die ich hier auf dem Blog auch schon veröffentlicht habe, kann man nicht oft genug ins Bewusstsein von IT-Verantwortlichen holen: Rund 90 Prozent aller Daten werden nie oder viel zu spät innerhalb eines Unternehmens sinnvoll genutzt. Das ist brachliegendes Potenzial, das hier verschwendet wird. Daher kann die Aufforderung an die CxOs dieser Welt nur lauten: Schafft die Voraussetzungen für die Analyse eurer Daten, damit diese endlich richtig eingesetzt werden. SAP HANA ist da sicherlich ein guter Ansatz.

Was Daten künftig leisten können, zeigte die Folie mit der Überschrift „Growth of Exogenous Data is Transforming Healtcare“. Soll sagen: Etwa 60 Prozent aller Daten, die im Laufe eines menschlichen Lebens erfasst werden (können), tragen bei richtiger Auswertung dazu bei, diesen Menschen gesünder leben zu lassen lassen. Dazu gehören Dinge wie Bewegungsdaten und andere messbare Größen, die wir jeden Tag generieren.

Interessant ist aber auch die Arbeit der IBM-eigenen Forschungseinrichtungen, in denen unter anderem neue Wege des Prozessordesigns beschritten werden. Einer davon hat mit sogenannten neuronalen Synapsenchips zu tun, die der Arbeitsweise des menschlichen Gehirns entsprechen und damit für bestimmte Aufgaben und Anwendungen geradezu prädestiniert sind. Dazu gehören Dinge wie Muster- und Spracherkennung, mit denen sich die aktuellen Prozessoren immer noch schwer tun.

Auf Dr. Maier folgte Thomas Harrer, den ich schon diverse Mal vor der Kamera hatte (und auch an diesem Tag in Stuttgart). Dr. Harrer ist eingesprungen für Ulrich Walter und referierte dementsprechend über das Thema „Hybrid Cloud – Neue Geschäftsideen schnell umsetzen“.

Eine sehr aussagekräftige Folie präsentierte er gleich zu Anfang, die sich mit der „IT der zwei Geschwindigkeiten“ beschäftigt. Damit sind die zwei grundlegenden Ansätze heutiger IT-Infrastrukturen gemeint, nämlich die „Systems of Engagement“, bei denen es auf das schnelle Sammeln und Auswerten von Daten ankommt und die „Systems of Record“, bei denen das zuverlässige und sichere Speichern von Daten im Vordergrund steht.

Da ein Beispiel meist aussagekräftiger und besser greifbar ist, demonstrierte Thomas Harrer den Fall „Flottenversicherung und IoT-Integration“. Damit wollte er zeigen, wie Autoversicherer und ähnliche Unternehmen von hybriden IT-Umgebungen profitieren können.

Sehr anschaulich fand ich auch die Folie mit der Überschrift „Von Mainframe-Systemen zu digitalen Plattformen“. Darin steckt so ein kleines, gelbes Rechteck, das den Mainframe-Rechner repräsentiert. Man beachte die Veränderungen, die sich im Laufe der letzten 50+ Jahre ergeben haben – mit einer gemeinsamen Konstanten: dem Zentralrechner aka Mainframe.

In dieselbe Richtung „denkt“ auch die Folie „Vom EDV-Betrieb zur hybriden IT-Organisation“. Auch diese geht vom klassischen Großrechner und zahlreichen Schritte aus, die bewältigen werden müssen, damit daraus am Ende eine funktionierende Cloud-Infrastuktur entstehen kann.

Nach so viel Serverthemen war es dann an der Zeit, das Metier zu wechseln und ein wenig über Storage-Lösungen made by IBM zu sprechen. Das übernahm Ralf Colbus von IBM, mit dem ich anschließend ein interessantes Interview zum Thema Software-Defined Storage führen durfte.

Gleich einer der ersten Folien fand ich sehr spannend. Diese zeigt, wie die zunehmende Speicherdichte heutiger Festplatten zur Herausforderungen von Rechenzentren werden kann, da man hier sehr bald an physikalische Grenzen stoßen wird. Was wiederum neue Ansätze und Lösungen erfordert.

Zumal der aktuellen Storage-Trend zeigt, dass es eine Rückkehr der internen Festspeicher gibt, die direkt im Server verbaut werden. Auch das erfordert neue Speicherszenarien.

Hierfür gibt es im Grund zwei wesentlichen Antworten: Leistungsfähige Flash-Storage-Systeme und Software-defined Storage-Lösungen.

Was das in der Praxis bedeutet, veranschaulicht das Beispiel „Swiss Bank“ sehr gut. Dort konnte man mithilfe von IBM den kompletten HDD-basierten Speicherfuhrpark von insgesamt 23 Storage-Racks auf einen halben Speicherschrank schrumpfen, in dem sich flash-basierte Speicherkomponenten befinden.

In diesem Kontext ist übrigens die Akquise der Firma CleverSafe zu bewerten, die jetzt zum IBM-Universum zählt. Dort zählt der Grundsatz „Warum viele Daten redundant generieren, wenn es auch schlanker geht“.

Update: Folgende drei Videointerviews habe ich während #WhatsUpIBM Stuttgart geführt:

#WhatsUpIBM: Was Geschäftspartner wie Tech Data Azlan davon halten

Morgen beginnt die fünfte Ausgabe der IBM-Systems-Roadshow #WhatsUpIBM. Zur kleinen Einstimmung und weil ich mich bereits ganz in der Nähe der Event-Location befinde, präsentiere ich im folgenden Video Dirk Peretzki von Tech Data Azlan, der sich auf der letzten #WhatsUpIBM-Veranstaltung zu dem neuen Eventformat von IBM geäußert hat.

Folgende Fragen habe ich ihm gestellt:

Was unterscheidet #WhatsUpIBM vom Vorgängerformat IBM Breakfast Briefings?

Wie gefällt Ihnen der Themenmix von #WhatsUpIBM?

Wie finden Sie die flankierenden Maßnahmen von #WhatsUpIBM? (Gemeint sind die Twitter-Wall, der Fotokasten und andere Spaß bringende Dinge)

Was nehmen sie von Urs Meiers Vortrag mit nach Hause?

Falls Sie gespannt sind auf seine Antworten, sollten Sie unbedingt auf PLAY klicken. Viel Spaß beim Gucken!

#WhatsUpIBM Berlin: Urs Meier, Ex-FIFA-Schiedsrichter, über den Videobeweis

Vorletzte Woche war ich mit und für die IBM-Systems-Roadshow in Berlin. Da sich just an diesem Tag das dritte Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft anlässlich der Europameisterschaft in Frankreich zutrug, kam man beim Team rund um Petra Walz auf die großartige Idee, den ehemaligen FIFA-Schiedsrichter Urs Meier für einen 45-minütigen Vortrag zu gewinnen. Und er kam dann auch, und wie!

So führte er sehr gut gelaunt anhand seiner eigenen Referee-Biografie zahlreiche Beispiele aus, worin sich Entscheidungen eines Schiedsrichterlebens von denen der Geschäftswelt unterscheiden – nämlich in gar nichts. Die anwesenden Teilnehmer von #WhatsUpBerlin fühlten sich auf jeden Fall sehr gut unterhalten.

Das tat ich dann auch noch, und zwar nach dem erfolgreichen Spiel von Jogis Jungs, und was mich am meisten interessierte war die Frage, ob der Fußball mithilfe des Videobeweises gerechter werden kann. Und was Firmenbosse von Schiedsrichtern lernen können.

Na dann: Film ab!

#WhatsUpIBM in Berlin: (m)ein ganz persönlicher Rückblick

Es ist zwar schon wieder ein Weilchen her, aber ich war zwischendurch in Kopenhagen, und so folgt an dieser Stelle erst heute mein Rückblick in Sachen #WhatsUpIBM Berlin.

Zunächst einmal bleibt festzuhalten, dass mein ganz persönliches Highlight das sehr interessante Gespräch mit Ex-Schiedsrichter Urs Meier war, mit dem ich mich vor seinem Vortrag zum Thema „Entscheidungen“ eine ganze Weile über die Frage „Videobeweis: Ja oder nein“ austauschen durfte. Das war ein Gespräch auf Augenhöhe, was auch daran lag, dass Urs Meier weder überkandidelt noch abgehoben noch sonst etwas ist, was man vielleicht von einer Person seines Bekanntheitsgrads erwarten könnte. Später haben wir dann noch ein Videogespräch aufgezeichnet, das die Tage noch online geht.

Ansonsten fand die Berliner Ausgabe von #WhatsUpIBM in der Capitol Yard Golf Lounge direkt an der Spree statt, eine angemessen Location also für ein Event wie die IBM Systems-Roadshow.

Bevor es so richtig los ging mit vielerlei Informationen aus dem Systems-Universum von IBM, hatte Petra Walz, die Initiatorin und „Mutter“ von #WhatsUpIBM, ein interessantes Gewinnspiel anzukündigen. So sollten diejenigen Teilnehmer, die am aktivsten in den Sozialen Medien über das Event posten, eine persönliche Kopie eines Flic-Buttons bekommen. Diese kleinen Knöpfe werden gerade als das nächste große Hype-Ding gehandelt, entsprechend groß war das „Hallo“ auf diese Ankündigung.

Dann aber startete #WhatsUpBerlin doch, und als erster stellte Dr. Wolfgang Maier vom Böblinger IBM-Labor die Frage: „Quo vadis, IT?“. Nun, eine der Richtungen, und da waren sich alle Teilnehmer einig, wird das Thema Internet of Things mit all seinen Varianten sein.

Die Rede war aber auch vom IBM Research Global Technology Outlook, den IBM jede Jahr dafür nutzt, die heißesten Trends und Techniken zu eruieren und daraus abzuleiten, was das für die maßgeblichen Branchen innerhalb der nächsten drei bis zehn Jahre bedeuten könnte.

Eine der aktuellen Erkenntnisse des GTO lautet: „Nutzt eure Daten besser!“. Denn Untersuchungen zeigen, dass etwa 90 Prozent aller Daten, die in den letzten zehn Jahren entstanden sind, weder aufgezeichnet noch analysiert wurden. Was auch zum großen Teil daran liegt, dass es sich im großen Stil um äußerst flüchtige Daten handelt, die beispielsweise im Bereich Internet of Things (Sensordaten, etc.) anfallen.

Eine spannende Frage fand ich auch die nach der künftigen Prozessorgeneration, so wie sie für das Beherrschen großer Datenmengen erforderlich ist. Denn mit der Von-Neumann-Architektur, da sind sich alle einig, kommt man irgendwann einmal nicht mehr richtig weiter. Also forscht IBM unter anderem an neuroyalen Synapsen-Chips, die wie das menschliche Gehirn funktionieren sollen und in der Lage sind, Daten schneller und „intelligenter“ zu verarbeiten als die aktuellen Computersysteme. Spannende Dinge kommen da also auf uns zu!

Nach so viel Aussichten waren dann handfeste Einsichten angesagt, und die präsentierte Andreas Sonntag, indem er über das Thema IT-Infrastrukturen im Wandel der Zeit referierte. Mit ihm habe ich auch ein Videointerview geführt, das sogar schon online ist.

Eine interessante Folie während seines Vortrags fand ich die vom Umstieg von der klassischen Edv-Organisation  zur hybriden IT-Infrastruktur, sprich zur Cloud-IT. Dabei sind nämlich zahlreiche Dinge zu beachten, wie zum Beispiel das passende Sicherheitskonzept, die passende Datenhoheit, das Service Level Management und andere Aspekte.

Sehr hilfreich und wichtig ist bei solch einem Umstieg die Wahl des richtigen Partners, und der kann natürlich IBM heißen, da sich im Besitz von „Big Blue“ alle hierfür notwendigen Techniken und Lösungen befinden, wie es die zugehörige Folie sehr gut darstellt.

Nach dem Mittagessen ermöglichte dann Carsten Dieterle einen kleinen Rundgang durch die Welt der IBM POWER-Systeme, die mit beiden aktuellen IT-Welten sehr gut klar kommen, je nachdem, welche Betriebssysteme und Software zum Einsatz kommen. So zielen die AIX- und IBM i-basierten Rechner eher auf Rechenzentren ab, die POWER-System mit Ubuntu-, RedHat- und Suse-Linux adressieren hauptsächlich die offenen Systeme, wie sie in hybriden Infrastrukturen zum Einsatz kommen.

Klar ist auch, dass solch ein Vortrag einen Blick auf die aktuelle IBM POWER8-Prozessortechnik gewährt, auch wenn die nicht mehr ganz neu ist. Wichtig dabei war vor allem der Big-Data-Aspekt, warum also dieser Prozessor besonders gut für das Analysieren großer Datenmengen geeignet ist.

Um die Verbesserungen eines aktuellen Produkts besser verstehen zu können, hilft es oft, die Vorgänger ein wenig genauer zu betrachten. Genau das tat Carsten Dieterle während #WhatsUpBerlin, und diese Folie hatte es wirklich in sich. Denn sie schließt auch einen Ausblick auf die kommende Prozessorgeneration, den POWER9, ein.

Wer IBM POWER sagt, meint auch SAP HANA, zumindest die für den POWER-Prozessor optimierte Version. So zeigte sich anhand einer guten Gegenüberstellung, worin sich SAP HANA für IBM POWER von der x86-Variante unterscheidet.

Und da es auch hierzulande erste SAP HANA-Installationen auf der IBM POWER-Plattform gibt, hat Herr Dieterle darüber geredet. Zum einen am Ende seines Vortrags und später dann noch vor meiner Kamera. Die zugehörige Folie gibt es jetzt, das Video nächste Woche.

Tja, und am Ende des Tages wurde es dann noch sehr unterhaltsam und sportlich, und das aus zwei Gründen: zum einen wegen besagten Urs Meier, und zum anderen wegen des schönen, wenn auch knappen 1:0 der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die Auswahl Nordirlands. Schade nur, dass dieses gemeinsame Fußball Schauen während #WhatsUpIBM 2016 die einzige Gelegenheit dieser Art war, da am 12. Juli, am Tag von #WhatsUpIBM Stuttgart, die Europameisterschaft schon wieder zu Ende ist. Hoffentlich mit dem richtigen Europameister!